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✗ 3.12.2019 | Allerlei News
In dieser News führen wir einige Lockerungen ein, allen voran bei unserer Shiny-Regelung und haben eine RPV-Abteilung überarbeitet.

✗ 1.12.2019 | Weihnachten im BoW
Es weihnachtet im BoW. Sei es unser Adventskalender oder auch eine Runde wichteln!

✗ 20.11.2019 | Mix-News
Hiermit führen wir die Mini-Plots ein!

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Diese News berichtet über einen frei gewordenen Ultrabesuch-Posten und hauptsächlich QoL Änderungen.

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Diverse News zu unserer aufs Eis legen Farbe, Pokékleinanzeigen und der Reisen-Mechanik. Hier könnt ihr mehr darüber erfahren.

✗ 02.09.2019 | Noch mehr Teamzuwachs
Sayuri ist nun spontan auch noch mit dabei! Näheres dazu hier.

✗ 01.09.2019 | Teamzuwachs
Amelia und Jim Helcon unterstützen nun neu das Team! Hier gibt's Näheres dazu.

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✗ 11.08.2019 | Teamänderung
Es gab eine Veränderung des Forenteams. Odile ist aus dem Team ausgetreten, weiteres dazu gibt es hier!

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Es ist so weit, BoW wird schon 4 Jahre alt! Um das gebührend zu feiern, gibt es hier ein Geburtstagsevent. Lasst es krachen!

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Nach der Ankündigung von letzter Woche findet ihr hier nun die offizielle Abstimmung bezüglich eines Umzugs!

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Derzeit gibt es bezüglich des Forums wichtige Dinge zu besprechen, die ihr hier nachlesen könnt. Aber keine Sorge, es ist nichts Schlimmes!

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✗ 19.03.2019 | Noch frischerer Wind
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✗ 03.03.2016 | Yoshi nur noch im Hintergrund
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Versuch dein Glück doch mal bei unserem Glücksziehen, eventuell ziehst du ja das ganz grosse Los...?

✗ 30.11.2015 | Adventskalender
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Die Megaentwicklungs-Umfrage geht in die zweite Runde! Dieses Mal könnt ihr bis zum 30.08.2015 voten, wie die Megaentwicklungen in Zukunft gehändelt werden sollen. Hier könnt ihr abstimmen.

✗ 12.08.2015 | Megaentwicklungen
Entscheidet bis zum 20.08.2015 mit, wie Megaentwicklungen zukünftig gehandhabt werden sollen. Hier geht's zur Umfrage!

✗ 12.08.2015 | Wettbewerbshallen-Abstimmung
Bis zum 20.08.2015 könnt ihr nun für die Hallen abstimmen, die ihr im RPG sehen wollt! Die Abstimmung findet ihr hier.

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Bis zum 11.08.2015 (verlängert) könnt ihr mitwirken und uns eure Beschreibungen für Wettbewerbshallen schicken. Weiteres findet ihr hier.

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Es gibt nun eine Übersicht, in der alle aktuellen Quests gelistet sind. Zudem wurde das Thema "Informationen zu Quests" erweitert.

✗ 11.07.2015 | Reservationsliste
Beim Erstellen eines Steckbriefes wird nun oberhalb des Editors eine Textbox mit Links zu den Reservationen angezeigt.

✗ 02.07.2015 | Eröffnung
Das Forum hat nun offiziell eröffnet! Ihr könnt euch anmelden und eure Steckbriefe beginnen. Sobald eure Steckbriefe angenommen sind, könnt ihr auch schon loslegen!

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Das Forum befindet sich weiterhin im Aufbau. Es fehlen noch einige Threads und Unterforen, ehe wir loslegen können!

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Traumbrache - Seite 3 Empty Re: Traumbrache

Beitrag von GastMi Apr 24, 2019 2:13 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 74 -

Sie kamen voran. Langsam, aber es tat sich zumindest etwas. Die Wachen haben sie ausschalten können, so dass sie diesen miefigen Raum endlich verlassen und sich weiter umsehen konnten, auch wenn Odile nicht ganz wusste, wo sie mit dem Umsehen anfangen sollten. Sie verzog unzufrieden das Gesicht, als Henry verneinte, ob der andere Kerl ihre Pokémon bei sich hatte. Das verkomplizierte die Sache, denn nun würden sie erstmal ihre Bälle finden müssen, bevor sie sich einen Weg zurück nach draußen schlagen konnten. Nichtsdestotrotz nickte Odile, als sie sich wieder aufrichtete und scharf die Luft einsog, weil ihr Handgelenk wie Feuer brannte. Doch sie versuchte es auszublenden. Immerhin hatte sie schon schlimmeres als diese Wunde überstanden, wenn sie allein schon an den Ultrabestien-Angriff zurückdachte… Kopfschüttelnd wandte Odile sich wieder zu Henry um. „Alles klar, dann sollten wir schauen, wie wir weitermachen…“ Sie ging an Henry vorbei und hob das Tischbein wieder vom Boden auf – man konnte ja nie wissen, wann man sich nochmal wehren musste. Mit den Schlafbomben, die sie gefunden hatten, waren sie zumindest schon mal besser gerüstet als noch vorhin.
Odile ließ Henry den Vortritt nach draußen. Anscheinend waren sie tatsächlich unter der Erde, denn von nirgendwo schien irgendein Licht. Die Wände waren mit flackernden, alten Lampen geschmückt, wie man sie aus Minenschächten kannte. Alles in allem eine sehr bedrückende Stimmung, die Odile das Gesicht verziehen ließ. Wie auch Odile, fragte nun Henry, wohin sie gehen sollten. „Ich glaube uns bleibt nichts anderes übrig, als einen Raum nach dem nächsten zu durchsuchen und zu gucken, ob unsere Pokémon dort sind“, murmelte Odile, auch wenn ihr der Plan nicht wirklich gefiel. Sie war zwar darin ausgebildet, sich mit Händen und Füßen zu wehren, allerdings waren sie ohne Pokémon doch ein wenig aufgeschmissen. Vor allem, wenn sie keinen Überraschungsmoment auf ihrer Seite hatten und einer Überzahl gegenüberstanden. Es blieb zu hoffen, dass es dazu nicht kommen würde. „Vielleicht finden wir auch irgendwo etwas, womit wir uns besser verteidigen können.“ Das Tischbein, das sie in der Hand hatte, war immerhin auch schon ziemlich morsch. Dass es nicht zerbrochen war, als sie es über die Schädel der Wächter geschmettert hatte, war wohl ein Wunder.
Mit einem Seufzen trat sie in den „Flur“ und sah sich um. Etwas weiter gerade aus befand sich eine weitere Tür, dann gabelte der Flur sich in zwei Wege. „Am besten fangen wir da an“ Vielleicht brachte es sie ja bereits weiter. Odile ging voraus und achtete darauf, so wenig Geräusche wie möglich zu machen, als sie an der Tür angekommen waren. Kurz hielt sie sich den Finger vor die Lippen, ehe sie den Kopf gegen die Tür hielt um zu hören, ob jemand im Raum redete. Sie konnte keine Stimmen vernehmen, weshalb sie die Türklinke schließlich herunterdrückte. Allerdings war der Raum abgeschlossen. „Moment…“ Sie fummelte an dem Schlüsselbund herum, den sie dem Mann abgenommen hatte und testete einen Schlüssel nach dem nächsten, bis einer passte und sie eintreten konnten. Es handelte sich bei dem Raum um einen simplen Abstellraum. Die alten Regale waren überfüllt mit Akten, ansonsten gab es aber auf den ersten Blick nichts Interessantes. „Hm…“ Sie trat in den Raum und zog eine der Akten heraus. Während sie den Text überflog, zogen sich ihre Augenbrauen immer weiter in die Höhe. „Das sind Akten zu Pokémon“, erklärte sie Henry und hob den Blick. „Spezifische Informationen wie Gewicht, Größe, Attacken. Besondere Fähigkeiten, Fundort…“ Sie las weiter, ehe ihr der Atem stockte. „Und Käufer.“ Ihre Augen verengten sich, als sie die nächste Akte hervorholte. Die verlief nach demselben Schema. „Offenbar hat der Ring seine Finger in Pokémonverkäufen und ich glaube nicht, dass die legal gemacht werden“, brummte sie und spürte einen Moment Wut in sich aufkochen. Die Akte, die sie gerade in der Hand hatte, leerte sie und faltete die Papiere, um sie sich in die Tasche ihres Rocks zu stecken. Beweismaterial war nie verkehrt.
„Ich glaube, wir sind hier in eine ziemlich große Verschwörung geraten. Besser, wir finden unsere Pokémon schnell und verschwinden, damit ich Verstärkung rufen kann.“



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Traumbrache - Seite 3 Empty Re: Traumbrache

Beitrag von HectorMi Apr 24, 2019 2:39 pm

Traumbrache
Post #008, mit: Odile
Leider schien Odile auch keinen besseren Plan zu haben, als einfach jeden Raum zu durchsuchen, in der Hoffnung, dass sie irgendwo ihre Pokémon finden würden. Das Hielt Hector irgendwie für keinen besonders guten Plan, da sie keine Ahnung hatten, wie viele Kriminelle sich noch hier befanden. Oder wo sie sich aufhielten. Geschweige denn hatten sie eine Ahnung davon, wie sie überhaupt wieder hier herauskommen sollten. Aber gut, ihnen blieb wohl nichts anderes übrig, als es genau so zu machen und die Tür, die sich direkt gerade aus von dem Raum befand, in dem sie gefangen gehalten worden waren, bot da wohl einen guten Anlaufpunkt. Hector zuckte nur mit den Schultern. Er würde die Polizistin so lange begleiten, bis er wieder verschwinden konnte, ohne befürchten zu müssen, von irgendwelchen Männern niedergeschlagen oder zerquetscht zu werden. Weitere Dinge, um sich verteidigen zu können, waren sicherlich auch nicht schlecht. Hector brauchte im Grunde nur sein Messer, dann würde er sich schon besser fühlen. Allerdings war er sich ziemlich sicher, dass sich sein Messer bei seinem Viscora und seinen anderen Dingen befinden würde und sobald sie die Pokémon gefunden hatten, würde Odile diese sicher auch wieder einsetzen. Er selbst wohl auch wieder nicht, aber vielleicht konnte der Schutzschild des schleimigen Dings ihnen ja doch noch behilflich sein. Das zu überlegen konnte er aber auch auf später verschieben, denn nun traten die beiden zunächst in den Gang ein, um dann auf die erste Tür zuzusteuern, die ihnen ins Blickfeld geraten war. Vielleicht hätten sie den Raum noch abschließen sollen, in dem sich jetzt die beiden bewusstlosen Männer befanden? Nur, weil sie jetzt bewusstlos waren, hieß das ja nicht, dass es über einen längeren Zeitraum so blieb. Aber jetzt waren sie erst einmal an der Tür angekommen, die verschlossen war. Entweder, dahinter befanden sich wichtige Dinge - wie beispielsweise ihre Pokémon - oder die Tür war einfach deshalb verschlossen, weil sie es beim Einsturz der Ruine auch gewesen war. Sie würden es sicher bald herausfinden, denn Odile testete jeden Schlüssel aus, den sie dem Kerl abgenommen hatte und dann endlich passte auch einer und sie konnten die Tür öffnen. Dahinter befand sich auf den ersten Blick allerdings nichts Spektakuläres. Es sah aus wie eine Abstellkammer, deren Regale gefüllt waren mit irgendwelchen Akten, die sich Hector jetzt sicher nicht alle durchlesen würde. Da hatte er definitiv besseres zu tun. »Nicht der richtige Raum, würde ich sagen.« sprach Hector nur aus und wollte schon wieder gehen, doch Odile sah das wohl anders. Denn sie zog eine der Akten heraus und blätterte darin herum. War das so eine Art Polizisten-Zwang, einfach irgendwelche Akten zu durchwühlen? Ungeduldig wartete Hector darauf, dass sie fertig wurde, während er gleichzeitig immer wieder in den Flur hinaussah. An einem Ort zu verweilen, der ihnen nicht weiterhelfen würde, war sicherlich nicht besonders schlau. Seine Aufmerksamkeit bekam die Polizistin aber dennoch wieder, als sie erklärte, dass es Akten zu Pokémon waren. Warum sollte jemand solche Akten in einem solchen Raum lagern? Und war es überhaupt wichtig? Ob irgendjemand jetzt Daten darüber sammelte, was für Pokémon welche Attacken beherrschte, war doch eher irrelevant, oder? Viele Forscher legten mit Sicherheit auch solche Akten an. Die letzte Information der Polizistin ließ ihn allerdings stocken - Käufer? Verkauften diese Kriminellen etwa Pokémon? Wut flammte in Hector auf, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. Vergessen war der Umstand, dass diese Kammer möglicherweise nichts zu bieten hatte. Odiles folgende Worte halfen nicht dabei, seine Wut wieder zu verdrängen. Offenbar wurden hier illegale Pokémonverkäufe durchgezogen, was etwas war, das er überhaupt nicht leiden konnte. Dagegen musste etwas unternommen werden und zwar schnell! Wenn nicht, würde er sich eben selbst darum kümmern, auch wenn das bedeutete, noch länger hierzubleiben. »Dann sollten wir uns beeilen. Vielleicht findet auch gerade in diesem Moment wieder ein Verkauf statt.« Es juckte ihn in den Fingern, diese Menschen zu bestrafen. Auf ebenfalls nicht legale Weise, aber das konnte er wohl kaum sagen. Vielleicht reichte ja auch die Verstärkung der Polizistin, um diesen Ring zu schnappen, hinter dem sie schon so lange her war. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall sollten sie schnellstmöglich ihre Pokémon finden, bevor auch die noch an irgendjemanden verkauft wurden. »Wir sollten unsere Pokémon wirklich schnell finden.« stimmte er Odile noch zu, ehe er den Abstellraum verließ. Nun blieb die Frage, welche Richtung sie einschlagen sollten. Da niemand eine Ahnung hatte, wo sie der Weg hinführen sollte, blickte Hector zunächst in den Gang links von ihnen. Von dort gingen einige Türen ab, von denen viele aber bereits sehr porös waren und wirkten, als würden sie in sich zerfallen, nur wenn man sie berührte. Nur einige wenige schienen noch intakt zu sein. Ein Blick in den Gang rechts zeigte Hector weniger Türen, die aber besser erhalten waren und ganz weit hinten glaubte er, eine Treppe zu erkennen. »Vielleicht sollten wir erst die Türen dort durchsuchen, um sicherzugehen, dass wir nichts übersehen.« schlug er vor und deutete auf den linken Gang mit den vielen Türen. Er hatte keine Lust, diese Ebene zu verlassen, wenn er nicht sicher wusste, dass sein Pokémon nicht hier war. Und dieser Gang schien zumindest nirgendwo sonst hinzuführen.



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Traumbrache - Seite 3 Empty Re: Traumbrache

Beitrag von GastMi Apr 24, 2019 2:53 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 75 -

Ach Odile konnte sich nicht von Wut freisprechen, als sie die Akten überflog. Immerhin schien sie genau das gefunden zu haben, was sie gesucht hatte: den Schmugglerring aus dem anonymen Tipp. Nach all den Monaten Nachforschung und Untersuchung trug die Arbeit endlich Früchte und sie stand dem Ring gegenüber, den sie zerschlagen wollte. Das änderte die Sache zumindest ein wenig; nun hatte sie eine Ahnung, mit wem sie es zu tun hatten. Dafür hatte sie schließlich lange genug Informationen über sie gesammelt, um dann im richtigen Moment klug handeln zu können. Man konnte die innerliche Wut aus der Art ablesen, wie sie die Seiten aus der Akte riss und in ihre Tasche stopfte, nachdem sie sie gefaltet hatte. Kopfschüttelnd schnaubte sie kurz aus. „Nicht zu fassen, wie jemand zu so etwas fähig sein kann“, brummte sie verstimmt und folgte Henry aus dem Raum heraus. „Wenn es sich um den Ring handelt, dem ich auf der Spur bin, müssen sie die Pokémon irgendwo versteckt haben“, fuhr sie fort und sah sich im Flur um. Sie folgte Henry, als er sich in Bewegung setzte und abzuschätzen schien, wo sie nun langgehen sollten. Gedanklich war sie gerade damit beschäftigt, die Informationen abzurufen, die sie zu den Anführern des Rings bereits gesammelt hatte, allerdings war dabei noch nicht viel rumgekommen. Was sie wusste war, dass sie seltene Pokémon, meistens in ihrer schillernden Form, stahlen oder entführten und für sehr viel Geld in andere Regionen verkauften. Dass sie sehr gefährlich waren, hatte der Kerl mit dem Rizeros ja bereits unter Beweis gestellt.
„Klingt nach einem Plan“, erwiderte Odile und umfasste das Holzstück fester, als sie sich der ersten Tür näherten. Wieder hörte Odile keine Stimmen; dafür aber etwas gedämpfte Laute, als würde man durch ein Knebeltuch sprechen. „Hier ist irgendjemand drin“, flüsterte sie zu Henry, als sie die Hand an die Türklinke legte. Sie atmete einmal durch, ehe sie die Tür aufriss und bereits ausholte, um irgendjemanden einen mit dem Holz über den Deckel zu ziehen – doch der Raum war menschenleer. Wenn man von dem einen Mann absah, dessen Füße und Hände gefesselt waren. Wie vermutet, hatte er ein Tuch um den Mund gewickelt, das ihn hinderte zu sprechen und generell machte er keinen sehr gesunden Eindruck. Er sah aus, als wäre er erst vor Kurzem sehr schwer verprügelt worden. Odile hielt inne und runzelte kurz die Stirn. Fragend sah sie zu Henry, dann zu dem Mann. Er trug einen zerrissenen Laborkittel, offenbar ein Forscher, und sein Blick war eine Mischung auf Hoffnung und Freude, als er Odile und Henry erblickte. Mit gerunzelter Stirn trat sie an den Mann heran und befreite ihn von dem Tuch, jedoch nicht von seinen Fesseln. „Wer sind Sie?“, fragte sie ihn und hob die Augenbrauen. „Danke! Mein Name ist Prof. Johnson“, stellte er sich schnell vor und sah zwischen Odile und Henry hin und her. „Sind Sie die beiden Zivilisten, die gefangen genommen worden sind? Die Kerle, die mich bewachen sollten, wurden zu ihnen geschickt“, fuhr er fort und schien unglaublich erleichtert zu sein, dass die beiden hergekommen waren. „Ich bin selbst ein Opfer der Organisation! Sie müssen mir helfen!“ Skeptisch musterte Odile den Mann. Sicherlich sah er absolut nicht aus, als gehöre er zu den Kriminellen – andererseits konnte man auch nie vorsichtig genug sein. Odile wandte sich Henry zu. „Was meinst du?“



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Traumbrache - Seite 3 Empty Re: Traumbrache

Beitrag von HectorMi Apr 24, 2019 3:25 pm

Traumbrache
Post #009, mit: Odile
Odiles Fassungslosigkeit übertrug sich auch auf Hector, denn er konnte es sich auch nicht erklären, warum es Menschen gab, die Pokémon so etwas antaten. Auf der anderen Seite gab es sicher auch Menschen, die nicht verstehen konnten, was er den Menschen antat, aber es war wohl klar, dass man Pokémon einfach in Ruhe lassen sollte. Sie hatten einem immerhin nichts getan! Odile schien das jedenfalls auch so zu sehen, was durchaus für sie sprach. Andererseits musste sie als Polizistin wohl auch irgendwie so denken, sonst hätte sie wohl ihren Beruf verfehlt. »Vielleicht können wir die Pokémon ja finden.« überlegte er. Wenn sie die Pokémon irgendwo hier versteckt hielten, standen die Chancen doch hoch, dass sie ihnen begegnen würden, oder? Und es war sicherlich besser, wenn sie sie so schnell wie möglich finden würden, statt auf Verstärkung zu warten, die dann wieder ewig brauchte, um her zu kommen. Natürlich mussten sie sich dann auch überlegen, wie sie den Ring zu zweit besiegen konnten, aber sobald sie ihre Pokémon wieder hatten, würde dieses Problem vielleicht aus der Welt geschafft sein. Vielleicht, vielleicht auch nicht, sie mussten sehen, was sich ergab. Und dafür mussten sie sich zunächst für einen Weg entscheiden. Odile stimmte seiner Idee zu und so schlugen sie den Weg nach links ein. Als sie sich dort der ersten Tür näherten, konnten sie gedämpfte Laute vom Raum dahinter wahrnehmen, was Odile dazu veranlasste, das Holzstück fester zu umfassen. Hector nahm hinter ihr Stellung, denn wenn sich dahinter irgendjemand befand, wollte er sicher nicht vorausgehen, wenn er sich nicht selbst schützen konnte. Vielleicht hätte er ein Stuhlbein abbrechen und mitnehmen sollen, aber daran hatte er gar nicht mehr gedacht. Er machte sich jedenfalls bereits, den nächsten Menschen gegenüber zu stehen, als Odile die Türklinke umfasste, herunterdrückte und damit die Tür aufstieß. Sie war schon dabei, das Holzstück zu schwingen, doch auch von Hectors Position aus war zu erkennen, dass sich in dem Raum nicht viele Menschen befanden. Dort war lediglich ein Mann im Laborkittel, der an einen Stuhl gefesselt war und einen Knebel im Mund hatte. Das erinnerte ihn ein wenig an seine eigene Arbeit, denn es war eine sehr effektive Methode, Menschen vom Fliehen zu bewahren. Und allseits bekannt war es wohl auch, dass Gefangene irgendwie immer an Stühle gefesselt wurden...neben dem Umstand der Fesseln sah er aber auch sonst nicht besonders gut aus. Er wirkte, als hätte Hectors Vater sich persönlich um ihn gekümmert. Nur noch nicht ganz so stark massakriert. Zumindest blutete er nicht, darüber sollte er froh sein, doch er sah aus, als wäre er erst kürzlich verprügelt worden. Gleichzeitig blickte er aber auch erleichtert drein - ob er sich wohl freute, dass Hector und Odile ihn gefunden hatten? Die beiden betraten den Raum nun jedenfalls und während Odile ihn von dem Tuch vor dem Mund befreite, sah sich Hector in dem Raum um. Viel zu sehen gab es allerdings nicht, weshalb er sich gleich wieder dem Mann widmete. Er schätzte, dass es sich um einen Forscher handelte. Vielleicht war er von den Kriminellen auch gefangen genommen worden? Als Odile ihn fragte, wer er war, stellte er sich als Professor Johnson vor und fragte sie sogleich, um sie die beiden gefangenen Zivilisten waren. Das hatte sich wohl schnell herum gesprochen. Oder sie waren schon länger hier, als es Hector lieb war. Aber nein, der Forscher sagte nur, dass seine Wachen auf Odile und ihn hatten achten sollen, was wohl der Grund dafür war, dass der Forscher selbst keine Wachen mehr hatte. Ergab das irgendeinen Sinn? Warum sollte man den einen Gefangenen zugunsten von anderen einfach unbewacht lassen? Vertrauen konnte Hector dem Typen jedoch nicht, auch wenn er beteuerte, dass er selbst Opfer der Organisation gewesen war. Aber begegneten fremden Menschen ohnehin immer sehr skeptisch. Und wer garantierte ihnen, dass dieser Mann ihnen nicht in den Rücken fallen würde, sobald er die Gelegenheit dazu hatte? Aber vielleicht hatte er Informationen darüber, wo ihre Sachen gelagert wurden. Als Odile ihn nach seiner Meinung fragte, sah er von ihr zu ihm hin und her. Hier gab es wohl keine gute Entscheidung, bei der sie sich zu hundert Prozent sicher sein konnten, dass es kein Fehler war. »Wissen Sie, wo sie unsere Sachen hingebracht haben?« wollte er wissen, ehe er eine endgültige Entscheidung traf. Wenn der Typ ihnen helfen konnte, konnten sie diese Hilfe ja annehmen und dann weitersehen. Natürlich würde Hector ihn genauestens im Blick behalten, denn man konnte nie wissen, ob es sich nicht vielleicht doch um eine Falle handelte. "Ja! Ja, ich kann Sie hinführen!" versicherte der Forscher, für Hectors Geschmack ein wenig zu eifrig. Er kniff die Augen zusammen - nein, er vertraute dem Kerl nicht, aber er war gewiss die beste Chance zu finden, was sie suchten. »Wenn Sie irgendwelche Dummheiten machen, werde ich Ihnen noch Schlimmeres antut, als die mit Ihnen angestellt haben.« warnte er den Mann, wobei ihm erst zu spät einfiel, dass diese Drohung vielleicht nicht unbedingt zu seinem bisherigen Verhalten passte und vielleicht Misstrauen bei der Polizistin hervorrufen konnte. Aber welchen Grund hätte sie schon, ihm nun zu misstrauen? Vielleicht glaubte sie auch, dass es lediglich eine leere Drohung war, damit der Professor keine Dummheiten anstellte. Nachdem der Mann versichert hatte, dass er nichts dergleichen anstellen würde, nickte Hector Odile zu. Dann befreiten sie ihn eben und hofften das beste. Hector aber würde ihm ganz bestimmt nicht zu nahe kommen und ihn genau im Auge behalten.



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Beitrag von GastMi Apr 24, 2019 4:07 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
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Odile traute dem Braten nicht. Den Forscher hier zu finden erschien ihr viel zu zufällig, oder die Kriminellen waren einfach unglaublich schlecht darin, Gefangene zu halten. So oder so, sie empfing den Forscher nicht mit offenen Armen, doch es war ihre Pflicht ihm zu helfen. So lädiert wie er aussah, lag es zumindest nahe, dass er in die Missgunst der Organisation gefallen war, was sich als Vorteil für sie und Henry auswirken konnte. Dass er zustimmte, ihnen zu helfen, ihre Sachen wiederzufinden, sprach außerdem für sich. Er wirkte etwas zu übereifrig ,allerdings konnte man das wohl auch darauf beziehen, dass er endlich eine Menschenseele gefunden hatte, die ihn nicht umbringen wollte. Sie biss sich auf die Unterlippe, während sie den Mann nachdenklich musterte, der sich als Prof. Johnson vorgestellt hatte. Der Blick wanderte zu Henry, der den Entschluss gefasst hatte, ihm fürs Erste zu vertrauen. Wahrscheinlich blieb ihnen ohnehin nichts anderes übrig, da er die einzige Hilfe war, die sie gefunden hatten, was das Auffinden ihrer Pokébälle und Sachen anging. Sie nickte also. Die Drohung an den Forscher nahm Odile wahr und sie ließ eine kleine Alarmglocke im Hinterkopf klingeln, doch darum konnte sie sich gerade nicht kümmern. Ihr Arm schmerzte immer mehr und je länger sie sich an einem Fleck aufhielten, desto wahrscheinlicher war es, dass sie gefasst wurden.
„Gut“, meinte Odile und kniete sich neben den Stuhl, um die Fesseln des Mannes zu lösen. „Sie zeigen uns, wo unsere Sachen sind und bei der Gelegenheit erzählen Sie uns auch direkt, wer sie überhaupt sind und wie sie hergekommen sind. Ich nehme an, die Kriminellen waren es, die Sie in so einen Zustand gebracht haben?“ Als sie sich wieder aufrichtete, deutete sie mit einer Handbewegung an dem Forscher herunter. Erleichtert atmete er auf, als die Fesseln sich lösten und rieb sich über die Handgelenke, ehe er aufstand. Er stand wackelig auf den Beinen – in Indiz dafür, dass er wohl schon lange in der Position so gesessen hatte. „Danke, vielen Dank“, meinte er erleichtert und sah zwischen Odile und Henry hin und her, wobei der Blick zu Henry etwas verhaltener war. „Wie gesagt, mein Name ist Elias Johnson. Ich bin Forscher für Pokémonverhalten und -stärke und die Organisation wollte meine Dienste“, erklärte er und machte dabei den Eindruck, dass er sich ganz und gar nicht wohlfühlte. „Sie stellten mich vor die Wahl, ihnen zu helfen oder meiner Familie etwas anzutun… Natürlich konnte ich nicht anders wählen!“ Er seufzte theatralisch. Odile zeigte keinerlei Regung in ihrer Mimik. „Vielleicht wissen Sie es schon, aber sie sammeln Pokémon, um sie dann für Geld an zwielichtige Typen zu verkaufen. Ich bin hier, weil ich einige der Pokémon überwachsen sollte, damit sie nicht…“ Er stockte und knetete seine Finger unruhig, „damit sie nicht sterben, bevor sich ein Käufer findet.“ Odile hob die Augenbrauen. „Also haben Sie dafür gesorgt, dass die Pokémon in ihren schlechten Zuständen überleben?“, wiederholte sie und der Forscher nickte, hob jedoch sogleich abwehrend die Hände. „Aber ich habe auch versucht, sie gesund zu machen. Die Umstände in denen sie hier gefangen gehalten werden sind… also, sie sind nicht gut. Ich habe mein Bestes getan, aber die Organisation hat kaum Medizin oder andere Sachen, die den Pokémon helfen können. Es ist ein Trauerspiel…“ Er seufzte und fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
Odile hab die Hand und rieb sich über den Nasenrücken, ehe sie zu Henry sah. Für einen Augenblick sah sie ihn schweigend an, ehe sie zurück zu Dr. Johnson sah. „Lügen Sie uns an, wird das Konsequenzen für Sie haben. Zeigen Sie uns, wo unsere Sachen sind.“ Odile trat zur Seite, damit Prof. Johnson an ihnen vorbeigehen konnte. Zögerlich, mit einem gewissen Sicherheitsabstand zu Henry, ging er durch die Tür und sah sich um. „Sie lagern solche Dinge in einem Lager nicht weit von hier, aber es ist abgeschlossen. Sie benötigen den…“ „Generalschlüssel?“, unterbrach Odile ihn und hob den Schlüsselbund aus ihrer Tasche. Dr. Johnson musterte ihn kurz und nickte dann. „Gut, gut… Dann müssen wir nur hoffen, dass wir auf keine Wachen stoßen.“ Er schien noch immer nicht sehr überzeugt davon zu sein, ohne ein blaues Auge davon zu kommen – oder noch ein blaues Auge – allerdings setzte er sich in Bewegung und ging langsam den Flur entlang. Er steuerte die Treppe an, nahm allerdings nicht jene, die nach oben führte, sondern die, die nach unten, tiefer unter die Erde führte. Odile hob skeptisch die Augenbrauen, doch folgte ihm. Sie bemerkte, wie stark er sich an das Geländer klammerte und dass seine Beine bei jedem Schritt heftig zitterten. Wohl hatte man ihm doch stärker zugesetzt, als man es ihm äußerlich ansah. Auf Odile wirkte es, als würde er gerade seine letzte Kraft zusammenraufen, um sie zum Lager zu führen. Als er einen Blick über die Schulter warf, wandte Odile den Blick ab. „Sie müssen wissen…“, fuhr er leise fort. „Mit den Kerlen ist nicht zu spaßen. Sie quälen die Pokémon und halten sie in schrecklichen Zuständen und ihnen ist egal, wer sie weswegen kauft, Hauptsache die Bezahlung stimmt“, murmelte er und sah wieder nach vorn, während er die Treppe mehr hinunterstolperte als tatsächlich ging. Odile beobachtete ihn und es wirkte, als würde ihm etwas auf der Zunge liegen, was er jedoch noch wagte, auszusprechen. Stattdessen räusperte er sich und warf einen Seitenblick zu Henry. „Ich kann Ihnen nur den Weg zu den Pokémon zeigen, ich glaube nicht, dass ich Ihnen eine große Hilfe dabei wäre, sie zu befreien…“, murmelte er und sah wieder nach vorn.
Als das Ende der Treppe erreicht war, sah er sich im Flur um und deutete zu einer Tür direkt neben ihnen. „Hier bewahren Sie normalerweise Sachen auf, ich denke, eure Sachen werden hier auch sein. Und…“ Er stockte wieder und sprach den Satz nicht zu Ende. Stattdessen zog er sich an der Wand zur Tür des Lagers und wartete, dass Odile sie aufschloss. Es kam ihr seltsam vor, dass sie nirgendwo auf Wachen stießen. Allerdings nickte sie, trat zur Tür und schloss sie auf. Der Raum, der sich hinter der Tür befand, war größer als erwartet. Auch hier fanden sich viele Regale, die mit Kisten gefüllt waren und auf einem einzelnen Tisch entdeckte Odile ihren Viso-Caster, sowie ihre Pokébälle. „Ein Glück“, murmelte sie und lief sofort zu ihnen. Sie verstaute alles wieder sicher und ließ Amelia aus ihrem Ball. Das Lucario verabscheute es, in seinem Ball zu sein und dementsprechend genervt sah Amelia auch aus, als sie endlich wieder frei war. Doch der Zustand von Odile und Henry ließ ihre Wut zurückdrängen und als sie schließlich den Forscher entdeckte und seine Aura wahrnahm, weitete sie die Augen. Odile brachte ihr Pokémon auf den neusten Stand, während es sich Odiles Arm besah und skeptisch dreinblickte.

Gerade, als Odile sich Henry zuwenden wollte, ertönten jedoch stimmen. Zwei Männer stürmten in das Lager und sahen alles andere als zufrieden aus. „Da seid ihr ja!“, rief einer aufgebracht und verengte die Augen. „Habt wohl gedacht, dass ihr einfach verschwinden könntet! Und du, Johnson! War ja klar, dass man dir nicht trauen kann!“ Sie zogen zwei Pokébälle. Odile seufzte kurz. Sie hatten nicht wirklich Zeit, um nun einen Kampf auszutragen. Davon abgesehen würde das bedeuten, dass der Lärm noch andere Wachen hier her bringen könnte. Prof. Johnson, der sich ebenfalls ein paar Pokébälle geschnappt hatte, reagierte für seinen Zustand jedoch sehr schnell. Er entließ seine Pokémon aus den Bällen – zwei Sarzenia – die sich sofort auf die beiden Rüpel stürzten und sie mit dem Kopf voran verschlangen, so dass sie erstmal gar nichts ausrichten konnten und ihre Beine zappelnd aus dem großen Maul des Pokémons hingen. Die Anstrengung schien nun jedoch ihren Tribut zu fordern. Prof. Johnson ächzte auf und fiel schließlich zur Seite, wo er sich den Bauch hielt und hustete. Er spuckte Blut aus. Amelia ging sofort zu ihm und stützte seinen Kopf, während Odile sich zu ihm kniete. Der denkbar schlechteste Moment, um umzufallen, während die beiden Sarzenia dort herumstanden und an den beiden Menschen nagten, allerdings konnte man Elias daraus wohl auch keinen Strick drehen.
„Auf der untersten Ebene…“, murmelte er und wischte sich mit der Handfläche über den Mund. „Ich war nicht ganz ehrlich zu euch.“ Sein Blick lag einen Moment auf Henry, dann ging er wieder zu Odile, anschließend zu Amelia. „Ganz unten halten sie ein mächtiges Pokémon gefangen… Es ist instabil und sie zehren an seinen Kräften. Es wird nicht mehr lange dauern, bis es sich wehren und alles zerstören wird. Ich habe versucht, es ihnen zu sagen, doch sie haben mir nicht geglaubt“, fuhr er fort und schaffte es mit Amelias Hilfe, sich hinzusetzen. „Deswegen wollte ich aussteigen und endete… so.“ Er deutete mit einer Hand an sich herunter. Dr. Johnson schloss eine Weile die Augen und seufzte schwer. „Wenn ihr die Pokémon befreien wollt, müsst ihr euch um dieses Pokémon kümmern, oder ihr werdet mit allen anderen in dieser Ruine sterben, sobald es von allein freikommt.“ Das klang ja vielversprechend. Odiles Blick wanderte ratlos zu Henry. Wenn dieses Pokémon so mächtig war, dass es die ganze Ruine zerstören konnte, würden sie wohl kaum großartig etwas gegen es ausrichten können. Amelia und ihre anderen Pokémon waren zwar stark, doch auch nicht mächtig. Sie runzelte die Stirn, als sie wieder zu dem Forscher sah. „Nutzt den hier“, murmelte er und wühlte in der Labortasche seines Kittels herum, ehe er etwas in Odiles Hand drückte. „Bevor es zu spät ist.“ Dr. Johnson hustete erneut stark. Blut lief sein Kinn hinunter, ehe er das Bewusstsein verlor – zumindest hoffte Odile, dass es nur sein Bewusstsein verloren hatte. Nur langsam stand Odile auf. Fragend sah sie zu Amelia, die den Kopf schüttelte – wohl als Zeichen, dass er nicht gestorben war.
„Amelia, du bleibst hier. Freud und Fromm werden und helfen, die Pokémon zu befreien. Pass auf Dr. Johnson auf.“ Das Pokémon nickte und Odile wandte sich Henry wieder zu. „Wir müssen schnell auf die unterste Ebene und uns um dieses Pokémon kümmern. Wenn Dr. Johnson die Wahrheit sagt, könnte das alles hier jede Sekunde in die Luft fliegen. Unpraktisch wenn man bedenkt, dass wir zusätzlich auch noch unter der Erde sind.“ Odiles Blick legte sich auf das Ding, das nun in ihrer Handinnenfläche lag. „Er hat mir einen Meisterball gegeben…“ Natürlich hatte Odile schon von diesen Bällen gehört, allerdings hatte sie noch nie einen zu Gesicht bekommen – geschweige denn gedacht, jemals selbst einen zu besitzen. Sie räusperte sich, sich offensichtlich unwohl fühlend bei diesem doch sehr seltenen Geschenk, ehe sie den verkleinerten Ball in ihrer Tasche verschwinden ließ. Sie legte den Blick auf die beiden Rüpel, die noch immer in den Mäulern der Sarzenia steckten und sah dann wieder zu Henry. „Wir sollten uns beeilen“, wiederholte sie und seufzte kurz. „Immerhin scheinen wir schon recht tief zu sein und wir sind direkt an der Treppe. Wahrscheinlich müssen wir nur noch ein paar Ebenen herunter…“ Sie verließ den Raum geschwind wieder, auch wenn es ihr nicht gefiel, Dr. Johnson in dem Zustand zurück zu lassen. Allerdings war Amelia bei ihm und die beiden Sarzenia würden sich um weitere Eindringlinge schon kümmern…

„Bevor wir die Pokémon befreien, müssen wir uns also um dieses große Pokémon kümmern“, fuhr sie fort, während sie die Treppe hinabeilten. „Ich bin mir nicht sicher, auf was wir hier unten stoßen werden, aber es wird nichts Gutes sein.“ Während sie weitergingen, zückte Odile ihr Handy und sandte eine Nachricht an Arima, dass sie auf der Stelle Unterstützung schicken sollte, da sie ansonsten geliefert wären. Leise fluchend sah sie zu ihrem Handgelenk; die Krawatte war bereits blutgetränkt.
Sie kamen am Ende der Treppe an und wo die Stimmung auf den oberen Ebenen schon bedrückt war, war sie hier noch viel schlimmer. Die Gänge waren nicht mal mehr wirklich Gänge, sondern wirkten mehr wie Tunnel, die in den Boden geschlagen worden waren und die Wände wurden nur spärlich beleuchtet. Rufe von Pokémon drangen gedämpft an ihre Ohren. „Okay… Wie finden wir jetzt das richtige Pokémon?“ Immerhin hatte dieser Gang nicht wirklich viele Türen. Nur ein paar wenige, die sie sicherlich leicht durchsuchen konnten – allerdings würde es hier wahrscheinlich auch vor Kriminellen wimmeln.



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Beitrag von HectorMi Apr 24, 2019 5:25 pm

Traumbrache
Post #010, mit: Odile
Ups, da hätte er wohl erst denken sollen, bevor er gesprochen hatte. Der Forscher jedenfalls schien seit seinen Worten eine enorme Skepsis ihm gegenüber zu hegen und Hector war sich nicht sicher, ob er nicht auch bei Odile eine Regung gesehen hatte. Aber jetzt war es ohnehin zu spät und wenn der Forscher sich vor ihm fürchtete, machte er mit Sicherheit weniger Unfug. Jedenfalls hoffte Hector das stark, aber seine Worte konnte er ohnehin nicht mehr zurücknehmen. Also schwieg er folgend, während er Odile dabei zusah, wie sie den Forscher befreite und dann von ihm verlangte, ihr ein paar mehr Informationen zu geben. Wer war er? Wie war er hergekommen? Und dann natürlich die Frage nach seinem Zustand, die ihr wohl auch interessant erschien. Als die Fesseln gelöst waren, atmete der Forscher jedoch erst einmal erleichtert auf und erhob sich. Er schien noch recht wacklig auf den Beinen, was Hector allerdings relativ egal war. Er fing langsam wieder an, sich seine Maske aufzubauen, die er auch immer bei seinem Job in der Taijitu auflegte. Dann zwar mit echter Maske und hellen Haaren, aber das hieß nicht, dass er nicht auch ohne diese kleinen Details zum kalten, skrupellosen Kriminellen werden konnte. Er stellte sich gerade vor, wie dieser Typ wohl darauf reagieren würde, wenn er seine Augenklappe abnahm und ihm die nächste Drohung an den Kopf klatschen würde. Selbstredend würde er das nun nicht tun, aber ob dieser Typ nun litt oder nicht wahr ihm schlichtweg egal. Wichtig waren nur die Informationen, die er lieferte und das waren ganz und gar keine Guten. Er war offenbar Forscher für Pokémonverhalten und -stärke und war von der Organisaation gezwungen worden, ihr zu helfen. Andernfalls hätten sie seiner Familie etwas angetan. Oh ja, die Familie war immer eine willkommene Gelegenheit, das zu bekommen, was man wollte. Drohte man damit, der Familie etwas anzutun, machten die meisten Menschen tatsächlich das, was man von ihnen verlangte. Das war überaus faszinierend, jedenfalls in Hectors Augen und er merkte sich diese Information, falls er sie später noch gebrauchen konnte. Denn er vertraute dem Mann nach wie vor nicht. Seine weiteren Erzählungen machten das auch nicht besser, denn er erklärte, dass er dafür zuständig gewesen war, die Pokémon am Leben zu halten. Hector ahnte bereits, worauf das hinauslaufen würde, bevor Odile es aussprach und seine Augen verengten sich abermals. Oh wie gern würde er diesen Mann jetzt erwürgen. Aber er war tatsächlich nicht das Hauptproblem bei dieser Sache, immerhin gab es da diejenigen, die ihn für diese Sache angeheuert hatten. »Wenn Sie ihr Bestes getan hätten, wären diese Pokémon jetzt frei.« sagte Hector mit eiskaltem Tonfall. Langsam fing es an, dass ihm auch die Anwesenheit der Polizistin egal wurde, auch wenn er sich immer wieder ermahnte, dass er keine Dummheiten machen durfte. Momentan klappte das allerdings mehr schlecht als recht, weil es ihm schwer fiel, seine Wut zu unterdrücken. Was hatten diese Pokémon ihnen denn getan, dass sie sie so behandelten? Er wusste, dass es dafür selten gute Gründe gab und wenn er könnte, wie er wollte, würde er dieses Pack einen nach dem anderen vergiften. Damit sie langsam und qualvoll dahinsiechen und sich gedanken über ihre Tat machen konnten. Natürlich würde das nicht passieren - aus den verschiedensten Gründen. Der Offensichtlichste davon war natürlich die Begleitung, in der er sich befand. Menschen in Gegenwart einer Polizistin zu foltern war sicherlich keine gute Idee. Ein zweiter Grund war, dass er zur Zeit auch gar keine Gifte zur Hand hatte, die er benutzen können würde und auch sein Viscora, sollte er es endlich mal finden, beherrschte keine Attacke, die sich dafür verwenden ließ. Also musste er wohl damit vorlieb nehmen, dass die Polizistin die Menschen hoffentlich verhaften würde. Irgendwie kein sehr großer Trost...
Als Odile zu ihm herüber sah, bemühte er sich wirklich, sich nichts von seinen Gedanken anmerken zu lassen, doch er war sich absolut nicht sicher, inwieweit ihm das gerade gelang. Er sollte seine Gedanken lieber auf etwas anderes richten - was er nun auch versuchte, indem er Professor Johnson genau im Blick behielt. Auch Odile warnte ihn noch einmal, sie nicht zu belügen, ehe er an ihnen vorbei lief. Dabei beobachtete Hector mit einer gewissen Genugtuung, dass der Mann einen extra großen Sicherheitsabstand zu ihm einhielt. Nachdem auch Odile den Raum verlassen hatte und Hector den beiden Menschen als Schlusslicht folgte, ließ er seinem boshaften Grinsen endlich freien Lauf. Er liebte es, wenn die Leute anfingen, Angst vor ihm zu haben. Erst recht, wenn sie selbst anderen Lebewesen Leid zugefügt hatten. Als sie den Gang entlang liefen, konnte Hector mit einer ebensolchen Genugtuung erkennen, dass sich der Forscher kaum auf den Beinen halten konnte, sodass sein Grinsen auch eine ganze Weile nicht verschwand. Sobald Odile ihn ansehen würde, würde er es sorgfältig verstecken, doch solange er das nicht musste, genoss er es einfach, dass Prof. Johnson ganz offensichtlich kaum mehr stehen konnte. Er erklärte ihnen gerade, dass die Sachen in einem Lager nicht weit von ihnen gelagert wurden, man dafür aber einen Generalschlüssel brauchte, den Odile ihm deutlich zeigte. Damit war das Problem abgehakt und bis sie die Treppe erreicht hatten, sprach niemand mehr ein Wort. Statt nach oben zu gehen, nahmen sie jedoch die Treppe nach unten, was Hector ebenso wie Odile skeptisch aufnahm. Er vertraute dem Mann nicht, das würde sich so schnell nicht ändern und dass sie noch tiefer in die Ruine vordrangen, gefiel ihm überhaupt nicht. So wurde der Weg nach draußen nur immer länger, dennoch folgte er der Polizistin und dem Mann weiter nach unten, wobei er es sichtlich genoss, dass sich der Forscher am Geländer festhalten musste, um überhaupt nach unten zu kommen. Während Odile ihren Blick abwandte, als der Forscher nach hinten sah, schenkte Hector ihm sein diabolischstes Grinsen, was dem Forscher nicht entging. Er hatte allen Grund, sich vor ihm zu fürchten, auch wenn er der Polizistin gegenüber eine andere Maske zeigte. Musste sie ja nicht erfahren wer er wirklich war, das würde ihm nur zum Nachteil werden. Als der Forscher aber weitersprach, änderte sich Hectors Gesichtsausdruck vom fiesen Grinsen zu etwas viel Finstererem. Die Organisation quälte die Pokémon offensichtlich und es war ihnen nur wichtig, ob die Bezahlung stimmte oder nicht. Den Seitenblick, den der Forscher ihm zuwarf, quittierte Hector mit einer unnachgiebigen Miene, die nicht versteckte, dass er ihn am liebsten umbringen würde. Angeblich konnte er ihnen nur den Weg zu den Pokémon zeigen, ihnen bei ihrer Befreiung helfen jedoch nicht. Das war ja klar gewesen. Er war feige, nichts weiter und hatte es in seinen Augen nicht verdient, zu seiner Familie zurückzukehren. Damit sagte er nicht, dass er es verdient hatte zu sterben. Zu leiden aber sehr wohl.
Schließlich hatten sie aber das Ende der Treppe erreicht und Hector bemühte sich, seinen Gesichtsausdruck wieder möglichst neutral zu halten. Wer wusste schon, wann ihn die Polizistin wieder ansah, da konnte er nicht aussehen wie ein Irrer, der jeden Moment alle Menschen ermorderte, die ihm über den Weg liefen. Nicht, dass das seine Vorgehensweise war, aber der Forscher hatte mittlerweile so viel Angst vor ihm, dass er ihn nicht einmal mehr ansah. Gut so. Er teilte ihnen mit, dass ihre Sachen vermutlich hinter der Tür direkt neben der Treppe zu finden waren. Hector hoffte für ihn, dass das auch der Wahrheit entsprach und so schloss Odile die Tür auf. Als sie erleichtert hinein stürzte, wusste Hector sofort, dass sie gefunden hatte, was sie suchten. Er wandte seinen Blick von dem Forscher ab, den er bis dahin immer genau im Auge behalten hatte und ging ebenfalls auf den Tisch zu, auf dem sich sein Pokéball, sein Viso-Caster und - glücklicherweise - auch sein Messer befand. Er sammelte alles ein, wenn auch weniger enthusiastisch als Odile. Er freute sich nicht wirklich, seinen schleimigen Gefährten wieder auf sich herum kriechen zu lassen, war aber durchaus erleichtert, dass ihm nichts passiert war. Aphrodite hätte genauso gut mit den anderen Pokémon gequält und verkauft werden können. Jetzt, wo er seine Sachen wieder bei sich hatte, konnten sie zum nächsten Schritt übergehen: die Befreiung der anderen Pokémon. Hector würde jedenfalls nicht verschwinden, bevor das nicht geklärt war, ob er sich da jetzt in andere Angelegenheiten einmischte oder nicht. Seltsam war es nur gewesen, dass ihnen gar keine anderen Wachen mehr begegnet waren und er wurde das Gefühl nicht los, dass Prof. Johnson ihnen sehr wohl noch etwas verschwieg. Er konnte es aber schlecht aus ihm herausprügeln, auch wenn er das gern gewollt hätte. Während Odile ihr Lucario auf den neusten Stand brachte - irgendwie war diese Art von Pokémon überaus nützlich, wenn es darum ging, fremden Menschen zu begegnen - beobachtete Hector den Forscher weiterhin genauestens und grübelte darüber nach, was er ihnen wohl verheimtliche. War er doch gar nicht so "unschuldig", wie er behauptete zu sein? Vielleicht hatte er irgendeinen blinden Alarm ausgelöst, der die anderen Leute nun zu ihnen locken würde. Odile und Hector würden in der Falle sitzen und ---
Er kam nicht dazu, diesen Gedanken weiter zu spinnen, denn schon im nächsten Moment ertönten die Stimmen zweier Männer, die in das Lager stürmten. Haha, hatte er also doch Recht gehabt. Diesem Elias war nicht zu trauen. Er umfasste augenblicklich sein Messer fester, bereit, damit auch anzugreifen, doch bevor die Männer ihre Pokébälle werfen konnten, hatte der Forscher bereits zwei Sarzenia aus ihren Bällen befreit, die die beiden Männer verschluckten. Nur noch die Beine ragten aus den riesigen Mäulern hervor. Hector entspannte sich ein wenig, sah aber wutentbrannt zu dem Forscher hinab, noch immer der festen Überzeugung, dass er sie verraten hatte oder es noch tun würde. Elias aber stürzte im nächsten Moment auf den Boden und fing an, Blut zu spucken. Angeekelt davon nahm Hector einige Schritte Abstand - der Zustand des Mannes interessierte ihn gar nicht, anders als Odile und Amelia, die sofort zur Stelle waren. Na super, spätestens jetzt würde sie ihn doch für herzlos halten. Aber spielte das noch eine Rolle? Als der Forscher wieder seinen Mund öffnete, um ihnen etwas zu sagen, schoss Hector nur der Gedanke durch den Kopf, dass er recht gehabt hatte. Er schnaubte. Natürlich war der Typ nicht ehrlich zu ihnen gewesen, das hatte er die ganze Zeit geahnt. Jetzt schien er ihnen aber endlich sagen zu wollen, was Sache war. Wobei hierbei natürlich weiterhin die Frage war, ob er jetzt endgültig ehrlich war oder ihnen nicht wieder etwas verschwieg. Prof. Johnson erzählte ihnen, dass sie ganz unten ein mächtiges Pokémon gefangen hielten, das instabil war und sich sicherlich bald wehren würde. Und wenn das passierte, würde hier niemand mehr lebend herauskommen. Hector zog skeptisch eine Augenbraue in die Höhe. Angeblich war der Forscher deswegen dabei gewesen, auszusteigen, was damit geendet hatte, dass man ihn so zugerichtet hatte. Ob Hector ihm diesen Teil der Geschichte nun glaubte oder nicht, es gab keinen Grund, warum er wegen dem mächtigen Pokémon lügen sollte. Natürlich konnte es wieder eine Falle sein...als er bemerkte, dass sich die Polizistin mit ihrem Blick wieder ihm zuwandte, musste er seine Gedanken allerdings fallen lassen und sich darauf konzentrieren, eine ähnliche Unschuldsmiene an den Tag zu legen wie zuvor, in der nur Schock und Unglauben stand. Das gelang ihm mehr oder weniger gut, doch Odile wurde glücklicherweise schnell mit einem Geschenk abgelegt, das der Forscher ihr gab. Hector erkannte darin einen Ball in lilaner Farbe, mit einem M vorne drauf. Solche Bälle hatte er noch nie zuvor zu Gesicht bekommen, jedenfalls nicht hautnah, doch er wusste, dass es sich dabei um einen Meisterball handelte. Vielleicht wollte der Forscher ihnen ja tatsächlich helfen. Jetzt war es allerdings auch egal, denn er driftete langsam in die Bewusstlosigkeit über. So ein Pech aber auch.

Seine Warnung blieb Hector allerdings nur zu gut im Gedächtnis und wenn es tatsächlich stimmte, was der Mann gesagt hatten, dann mussten sie sich wirklich beeilen. Da konnte Odile ruhig ihre Verstärkung holen, die würde sicherlich zu spät kommen. Das sah aber auch sie ein, denn sie gab ihrem Lucario den Befehl, über den Forscher zu wachen. Freud und Fromm - wer auch immer das sein mochte - würden ihnen bei dem mächtigen Pokémon helfen. Dann wandte sich die Polizistin wieder Hector zu, der seinen boshaften Gesichtsausdruck mittlerweile wieder gut hinter einer Maske aus Schock und Sorge zu verbergen wusste. Ja, wenn der Mann die Wahrheit gesagt hatte, mussten sie sich beeilen, denn es wäre gewiss nicht gut, wenn hier alles in die Luft flog. Allein die Vorstellung, unter einem Berg von Trümmern begraben zu werden, verursachte bei Hector ein ungutes Gefühl. »Hälst du es für sinnvoll, dein Lucarion hier zu lassen?« fragte er die Polizistin aber doch, denn irgendwie glaubte er, dass sie einen so starken Verbündeten durchaus gebrauchen konnten, wenn das Pokémon wirklich so mächtig war. Allerdings waren die beiden auch schon wieder aus dem Raum heraus gesprintet, hin zur Treppe, die sie nun nach unten nahmen. Wie Odile annahm, konnten es nicht mehr allzu viele Ebenen sein, da sie sich schon sehr weit unter der Erde befunden hatten und tatsächlich hatten sie die unterste Ebene schnell erreicht. Es sah äußerst unheimlich hier aus, was dafür sprach, dass hier Dinge geschahen, die man lieber unausgesprochen ließ. Der Gang wirkte vielmehr wie ein Tunnel, wo einst Erde gewesen war und nur wenig Licht vertrieb die Dunkelheit. Alles wirkte schummrig und düster und die klagenden Pokémonlaute versetzten Hector einen Stich. Wie gern würde er jedes einzelne Pokémon befreien und sie rächen. Doch Odile hatte recht, sie mussten sich erst um das mächtige Pokémon kümmern, welches auch immer es war. Hector konnte sich nämlich wirklich nicht vorstellen, um was für ein Pokémon es sich dabei handeln konnte. Kurz nachdem Odile die Frage gestellt hatte, wie sie dieses ominöse Pokémon nun eigentlich finden sollten, ertönte ein qualvoller, ohrenbetäubender Laut vom Ende des Ganges zu ihnen herüber, der Hector das Blut in den Adern gefrieren ließ. Er wollte sich lieber nicht vorstellen, was sie mit den Pokémon hier genau machten. Lieber sollte er sich darauf konzentrieren, sie jetzt zu befreien. »Ich würde sagen, den Geräuschen hinterher.« antwortete er also verbittert. Der Gang hatte allerdings sehr viele Türen und Hector war sich fast sicher, dass sich dahinter noch mehr Wachen befinden würden. Spätestens aber bei dem mächtigen Pokémon würden sie wohl nicht drum herum kommen, auf Kriminelle zu treffen. Dass sein einziger Schutz ein Messer war, passte ihm dabei auch nicht wirklich, aber Aphi jetzt einer Gefahr auszusetzen, hielt er auch nicht für schlau. Wahrscheinlich würde der Schleim hier nur Angst kriegen und sich gar nicht mehr rühren. »Augen zu und durch.« murmelte Hector nur und machte ohne zu zögern den ersten Schritt in den Gang hinein. Dann folgten die nächsten und so kamen sie den Geräuschen immer näher. Einen Blick zu den verschlossenen Türen rechts und links zu werfen wagte Hector nicht. Er musste sich auf weit Größeres konzentrieren.
Doch wie erwartet blieb ihr Eindringen hier nicht unbemerkt. Je weiter sie den Gang hinter sich zurückließen, desto unheimlicher wurde es und es dauerte nicht allzu lange, bis ihnen zwei Männer entgegen gerannt kamen. Hector machte sich bereits bereit, anzugreifen oder in Deckung zu gehen, doch die beiden Männer sahen überhaupt nicht so aus, als würden sie sich um Hector und Odile scheren. Stattdessen rannten sie an ihnen vorbei und stießen Hector und Odile dabei noch zur Seite. Am liebsten hätte er einem davon sein Messer in den Hals gerammt, doch glücklicherweise verlor er kurz das Gleichgewicht, sodass er sich zuerst um sich selbst kümmern musste. Und in der Zeit waren die beiden Männer schon in Panik verschwunden. »Scheint so, als hätte der Forscher doch recht gehabt. Hier scheint jedenfalls etwas Furchterregendes vor sich zu gehen.« Er fand es jedenfalls seltsam, dass die beiden Männer kaum Notiz von ihnen genommen hatten. Als sie weitergingen, immer auf der Hut vor irgendwelchen Gefahren, wurde bald schon eine große Tür am Ende des Ganges sichtbar. Dort musste sich ihr Ziel befinden. Nur was genau sie dort erwarten würde, wusste weder er noch seine Begleitung.



Hector
Hector
masquerade
Taijitu Elite

Pokémon-Team :

Traumbrache - Seite 3 Viscor10

* Läuft mit Krücke
Punkte : 1390
Punkte : 38
Multiaccounts : Livia, Riley, Yamuna, Dawson, Calluna, Violet, Jade, Avalia

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Beitrag von GastMi Apr 24, 2019 5:55 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 77 -

Dieses mulmige Gefühl, das sich in ihrer Magengegend auftat, kaum, dass sie die Treppe verlassen hatten, war unbeschreiblich. Die ganze Atmosphäre hier unten war falsch, bedrückend und unangenehm. Wie in einem Horrorfilm, wenn man genau wusste, dass gleich etwas Schlimmes passierte und trotzdem wusste man nicht genau, was es war. Zusammen mit den klagenden Hilferufen der Pokémon wurde dieser Eindruck nur untermalt. Odile konnte einfach nicht verstehen, wie jemand so weit gehen konnte, Pokémon wortwörtlich für Profil auszuschlachten. Es würde ihr niemals in den Sinn kommen, ein unschuldiges Wesen zu verletzen oder ihm zu schaden, immerhin gab es dafür einfach keinen rationalen Grund. Sicher war sie nicht unbedingt eine Pazifistin, aber sie griff zur Gewalt, wenn es nicht anders ging. Nicht zum Spaß oder um daraus Geld zu scheffeln. Die Rufe der Pokémon bohrten sich in ihr Hirn wie Nadeln, was sie das Gesicht verziehen und zu Henry sehen ließ. Gerne würde sie sofort losstürmen und die Pokémon befreien, doch es brachte ihnen nichts, wenn sie dafür alle sterben würden. Henry stimmte ihr da zu, doch sie konnte ihm ansehen, dass ihm das auch gegen den Strich ging. Generell hatte er in der letzten Zeit einen kleinen Wandel durchzogen, den Odile zwar mitbekommen, aber nicht weiter beachtet hatte. Das hier war eine Extremsituation und Menschen tendierten dazu, sich in Extremsituationen anders zu verhalten als sonst – auf der anderen Hand kannte Odile ihn nicht einmal wirklich, also was wusste sie schon, was für ein Verhalten für Henry normal war und welches nicht? Der Umgang mit Prof. Johnson war ihr nicht entgangen, doch auch das hatte sie auf den Stress und das Adrenalin geschoben und sich keine weiteren Gedanken gemacht; oder keine weiteren Gedanken machen wollen. Gerade gab es einfach wichtigere Dinge, um die man sich kümmern musste und wahrscheinlich würden Odile und Henry sich sowieso nie wieder sehen, außer es ging darum eine Zeugenaussage von ihm zu bekommen. Doch so sehr, wie ihn das Schicksal der Pokémon hier augenscheinlich interessierte, war sie sich doch sicher, dass er einer Zeugenaussage gegen die Organisation zustimmen würde. Es blieb zumindest zu hoffen.
Die Polizistin war sich allerdings unsicher, was sie nun tun sollten. Sie müssten jede Tür einzeln durchsuchen, um das richtige Pokémon zu finden und so abgestumpft sie auch war – wie viele gefolterte Pokémon konnte man ertragen, bevor man daran zerbrach? Sie runzelte die Stirn, als der Schrei durch den Tunnel hallte und sie den Kopf zur Seite wandte. „Mhm“, stimmte sie zu und hob die Augenbrauen. Wahrscheinlich wäre es doch besser gewesen, Amelia mitzunehmen – allerdings war die für Prof. Johnson gerade die beste Hilfe und Odile würde es sich nicht verzeihen können, ihn sterben lassen zu haben, nur damit sie mehr Schutz hatten. Ihre Pokémon würden ihr schon helfen können, da war sie sich sicher. Auch, wenn sie Charles hier unten auch nicht aus seinem Ball lassen konnte. Dafür war das Golgantes zu groß. Gemeinsam mit Henry setzte sie sich wieder in Bewegung und eilte den Gang entlang. Rechts und links waren einige Türen mit einem Glasfenster, durch das man sehen konnte. Odile erhaschte im vorbeilaufen nur verschwommene Eindrücke, doch was sie sah, war keinesfalls angenehm. Käfige, Gerätschaften, die unterschiedlichsten Pokémon. Kopfschüttelnd sah sie wieder nach vorn. Das hier würde heute und hier ein Ende haben, dafür würde sie sorgen. Selbst, wenn es bedeutete, dass sie sich dafür in Lebensgefahr brachte.

Eine Tür kam am Ende des Ganges in Sicht, doch bevor Odile sich darauf konzentrieren konnte, kamen ihnen zwei Männer entgegen. Odile seufzte innerlich bereits, weil das hier einfach ein Rennen gegen die Zeit war und sie absolut keine Lust hatte, sich noch mit irgendwelchen Pokémonkämpfen auseinander zu setzen – doch sie rannten einfach an ihnen vorbei. Odile blieb verwirrt stehen und sah von ihnen zu Henry und wieder zurück. Die hatten wirklich ein beachtliches Tempo draufgehabt, als würden sie gerade vor etwas fliehen. Henry bestätigte ihre Vermutung. „Ohje…“, murmelte sie und wandte sich wieder der Tür zu, die noch einige Meter entfernt war. „Was auch immer hinter der Tür ist, wir müssen es irgendwie beruhigen.“ Auch, wenn sie absolut keine Idee hatte, wie sie das machen sollten.
Doch bevor Odile sich wieder in Bewegung setzen konnte, befreiten sich Freud und Fromm einfach so aus ihren Bällen. Das Sonnfel und das Lunastein schwebten einen Moment reglos in der Luft, ehe ihre Augen anfingen, hellblau zu leuchten. Überaus unnatürlich für diese beiden Pokémon, die sonst mit roten Augen glänzten. „Freud? Fromm? Was ist los?“, fragte Odile überrascht, doch die Psychopokémon schenkten ihr keine Beachtung. Stattdessen schwebten sie einfach in die Richtung des Raumes, als würden sie von irgendetwas magisch angezogen werden. Odile runzelte die Stirn – das war nicht natürlich und konnte nichts Gutes bedeuten. „Es scheint mir, dass es wirklich keinen anderen Weg gibt, als das Pokémon zu fangen. Was auch immer es ist. Durch den Meisterball müssen wir es vorher wenigstens nicht schwächen, doch ich hoffe, dass es den Ball nicht irgendwie anders abwehrt.“ Man konnte ja nie wissen. Pokémon, die Bälle irgendwie anders abwehrten, um gar nicht erst von ihnen eingesaugt zu werden, war ja nichts Neues und bei einem so mächtigen Pokémon konnte man erst recht nicht wissen, was es für Tricks auf Lager hatte. Angestrengt atmete Odile aus und sah zu ihrem Handgelenk. Die Krawatte war mittlerweile komplett durchblutet und ihre Hand rot gefärbt von dem Blut, das sie hinablief. Mittlerweile hatte sie schon ziemlich viel Blut verloren und sie war sich sicher, dass sie, sobald das Adrenalin nachließ und sie wieder ruhiger wurde, nicht lange bei Bewusstsein bleiben würde. Das hieß also, dass sie sich besser weiterhin unter Druck und Stress setzte, damit das gar nicht erst passierte. Sie würde Henry nämlich absolut keine Hilfe sein, wenn sie nun umkippte. „Also, komm“, meinte sie und biss die Zähne zusammen, als sie sich wieder in Bewegung setzte. Freud und Fromm waren derweil bereits an der Tür angekommen und hatten sie mithilfe ihrer Psychokräfte aus den Angeln gerissen, um in den Raum zu schweben. Odile war es noch immer ein Rätsel, weshalb sie sich so benahmen…



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Beitrag von HectorMi Apr 24, 2019 6:28 pm

Traumbrache
Post #011, mit: Odile
Entweder, Odile hatte wirklich nicht bemerkt, wie er mit dem Forscher umgegangen war und sich sein Verhalten generell geändert hatte oder sie hatte es nicht als Wichtig betrachtet. Hector war es egal, solange sie ihn nicht damit belästigte, zumal es definitiv Wichtigeres gab. Sie waren rasch auf der untersten Ebene angekommen und Hector war sich ziemlich sicher, dass auch Odile diese Situation absolut nicht gefiel. Er schätzte sie so ein, dass sie die anderen gefangenen Pokémon auch lieber befreien würde, statt damit noch warten zu müssen, aber wenn der Forscher Recht hatte - und es sah zur Zeit so aus als hätte er das - dann mussten sie sich zuerst um dieses andere, mächtigere Pokémon kümmern. Hector stimmte Odile auch absolut zu, dass sie das Wesen hinter der Tür irgendwie würden beruhigen müssen, doch wie sie das genau anstellten, konnten sie jetzt noch nicht sagen. Sie wussten ja noch nicht einmal, was sie genau erwarten würde, also liefen sie weiter, nachdem die beiden Männer stürmisch an ihnen vorbei gerannt waren. Doch sie hatten die Tür noch nicht erreicht, als sich plötzlich zwei Pokémon manifestierten - ein Sonnfel und ein Lunastein, die von Odile mit Freud und Fromm angesprochen wurden. Das waren also ihre anderen Pokémon. Hector war sich nicht sicher, ob die beiden wirklich so stark waren, wäre es das Lucario gewesen wäre, aber sie konnten nun auch nichts mehr daran ändern, dass das Lucario nicht hier war. Die beiden Psychopokémon blieben allerdings auch nicht mehr lange bei ihnen, sondern schwebten einfach voraus, mit blau glühenden Augen. Waren deren Augen nicht sonst immer rötlich? Hector war sich da nicht ganz sicher, da er bisher diesen Pokémon noch nie begegnet war, aber Odile sah auch so aus, als würde sie das Verhalten ihrer Pokémon seltsam finden. Jetzt standen sie auch wieder ganz ohne Schutz da, was Hector natürlich wenig beharrte. Doch seine Gedanken kreisten um all die Pokémon, die hier leiden mussten, da würde er tatsächlich jedes Risiko auf sich nehmen. Odile richtete nun aber zunächst das Wort wieder an ihn. Sie glaubte, dass sie das Pokémon tatsächlich nur mit dem Meisterball würden fangen können und hoffte, dass es den Ball nicht irgendwie anderweitig abhalten würde. Stimmt, das war ja durchaus auch eine Möglichkeit und wenn es wirklich so mächtig war, wie jeder glaubte, würde es mit Sicherheit Mittel und Wege finden, sich eben nicht einfangen zu lassen. Wer wollte schon gern gefangen werden? Aber da sie noch immer nicht wussten, was es eigentlich war, blieb ihnen weiterhin nichts anderes übrig, als es auf sich zukommen zu lassen. »Wir werden es sehen.« sagte er noch, ehe sie sich wieder in Bewegung setzten. Ihm entging dabei nicht, dass Odile immer wieder auf ihr Handgelenk sah und geschwächt wirkte. Da die Krawatte bereits blutgetränkt war, nahm er an, dass sie viel Blut verloren haben musste. Was wiederum bedeutete, dass sie jeden Moment schlapp machen konnte. Er hoffte wirklich sehr, dass sie nicht auch ohnmächtig werden würde, denn dann würde er mit Sicherheit nicht mehr lebend hier heraus kommen. Außer vielleicht, das Pokémon ließ sich von einem einfachen Messer aufhalten. Vielleicht konnte er auch den Meisterball werfen, aber da er eben nicht wusste, was ihn erwartete, zog er es doch vor, in Begleitung zu sein. Was bei ihm eine Seltenheit war.
Sie setzten ihren Weg also vor und kamen bald bei der Tür an, die das Sonnfel und Lunastein mittlerweile sogar gesprengt hatten. Das machte es ihnen zumindest einfacher, hinein zu kommen, doch bei den Geräuschen, die von innen nach außen drangen, war sich Hector nicht mehr so sicher, ob er überhaupt hinein gehen wollte. Aber ihm blieb nichts anderes übrig, wenn er die Pokémon retten wollte und das stand gerade ganz oben auf seiner Liste. Also Augen zu und durch, richtig? Die Pokémon der Polizistin waren mittlerweile auch in dem Raum verschwunden und so machte Hector gemeinsam mit Odile die ersten Schritte hinein. Dabei ging er äußerst vorsichtig vor, weil er nicht wusste, was ihn erwartete und er wollte ganz sicher nicht in den ersten Sekunden besiegt zu Boden gehen. Mit offenen Augen musterte er seine Umgebung und es gab hier wirklich viel zu sehen, was ihn schockierte. Dabei musste er nicht einmal mehr vorspielen, dass ihn die ganze Situation schockierte. Zuerst fielen ihm die Leichen auf, die überall im Raum verteilt lagen. Vielleicht waren die Männer auch gar nicht tot, sondern nur bewusstlos, aber er nahm stark an, dass sie tatsächlich nicht mehr lebten. Das war aber nicht allein der Anblick, der ihn in Schock versetzte, sondern es war vielmehr das Gebilde, das sich in der Mitte des Raumes befand. Auf einer kleinen Plattform wurde etwas - er konnte wirklich nicht sagen was es war - an Metallstangen festgehalten, sodass es sich kaum bewegen konnte. Mehrere Kabel gingen davon ab, die in irgendwelche Behälter führten, die Hector nicht identifizieren konnte. Und das Wesen, das dort gefangen war, trug eine schwere Metallrüstung, die den Körper des Pokémons komplett verbarg. Hector nahm auch nur an, dass es sich um ein Pokémon handelte, weil der Forscher zuvor von einem Pokémon gesprochen hatte. Doch gesehen hatte er ein solches noch nie. Es wehrte sich heftig und versuchte, sich zu befreien, was Hector nur zu gut nachvollziehen konnte. Dabei gab es markerschütternde Schreie von sich, die in Hector gleichermaßen Wut und Mitleid auslösten. Wie konnte man einem lebenden Wesen nur so etwas antun? Was versprachen sich die Menschen davon? Weitere Fragen schossen ihm durch den Kopf. Was war es für ein Pokémon? Wie lange war es schon hier? Würde die Rüstung weiterhin standhalten oder gab es einen Weg, sie zu öffnen? Sollte man sie überhaupt öffnen, bevor man das Wesen darunter beruhigt hatte? Konnte man das Wesen überhaupt beruhigen? Und wenn ja, wie sollte das möglich sein? Sie sollte man ihm erklären, das sie keine Menschen waren, die ihm etwas antun wollten? Ratlos sah er zu Odile herüber. Vielleicht wusste sie, wie sie vorgehen konnten, doch Hector hatte im Augenblick noch keine genaue Idee, was sie tun konnten, um die Situation zu entschärfen. Vorsichtig ging er weiter auf das Pokémon in Metallrüstung zu, doch es schien zu spüren oder zu hören, dass sich ihm jemand näherte. Wieder schrie es auf, was Hector dazu brachte, zurückzuzucken. Er bezweifelte, dass Worte hier etwas brachten, weshalb er zunächst schwierg und versuchte, sich einen noch besseren Überblick über die Situation zu verschaffen. Er wusste bisher nur, dass er definitiv eingreifen würde, egal was geschehen würde, denn da war er tatsächlich relativ furchtlos. Auch, wenn er natürlich nicht vor hatten, am heutigen Tag zu sterben.



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Beitrag von GastMi Apr 24, 2019 6:35 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 78 -

Als sie den Raum betraten, verschlug es Odile im ersten Moment den Atem. Nicht nur wegen der bedrückten Stimmung, die über dem Raum lag wie ein dicker Teppich, doch vor allem wegen dem, was sich vor ihr aufbereitete: in der Mitte des Raumes, auf einem mittelgroßen, runden Podest, stand ein Pokémon. Die humanoide Gestalt ließ Odile in den ersten Sekunden stocken, ob es sich tatsächlich um ein Pokémon handelte, doch der lange, kräftige violette Schweif konnte nicht von einem Menschen stammen. Die Arme waren nach links und rechts ausgebreitet und umgeben von einer metallenen Rüstung, die wiederum mit Kabeln verbunden war, die an verschiedene Geräte angeschlossen waren. Auch die Beine des Pokémons befanden sich in so einer Rüstung und waren zusätzlich mithilfe von Fesseln an den Boden gebunden, damit es nicht davonlaufen konnte. Es schien, als wäre das Pokémon an Ort und Stelle so festgehalten und nicht dazu in der Lage, sich zu bewegen – oder zu fliehen. Das ganze Bild machte einen schrecklich verschrobenen Eindruck. Pokémon gehörten weder gefangen, noch in eine Rüstung gesteckt und hätten sie vorher nicht mit Prof. Johnson gesprochen, der ihnen gesagt hatte, dass es festgehalten wurde um seine Kraft zu stehlen, hätte Odile sich wohl nicht erklären können, welchen Zweck das Ganze hatte. Ihr Blick wanderte zur Seite, zu den ganzen Gerätschaften und Bildschirmen, die alle nach oben oder in rote Bereiche ausschlugen – nie ein gutes Zeichen. „Ich glaube, hier sind wir richtig“, murmelte sie zu Henry und trat näher in den Raum. Erst jetzt fielen ihr die Menschen auf, die auf dem Boden im Raum verteilt waren: einige Männer in Laborkitteln, andere waren normal angezogen. Doch alle lagen sie reglos auf dem Boden. Ob sie nur nicht bei Bewusstsein waren oder ihr Leben verloren hatte, konnte Odile nicht sagen, doch das machte die ganze Angelegenheit nur noch gefährlicher. Wenn das Pokémon selbst mit dieser Rüstung derart stark war, sich wehren zu können, hatte der Professor definitiv nicht untertrieben mit den Worten, dass es die ganze Ruine vernichten würde.
„Das ist Mewtu“, realisierte Odile schließlich und blieb stehen. Mit einer Mischung aus Ehrfrucht und Überraschung sah die das Pokémon an. Natürlich hatte sie von dem Gen-Experiment gehört. Sie interessierte sich unheimlich für Pokémon, die auf mysteriöse Art und Weise entstanden oder aufgetaucht sind und Mewtu, dessen Ursprung ein Gen-Experiment gewesen war, war natürlich allen voran unheimlich spannend sowie mysteriös. Niemals hätte Odile sich erträumt, ihm einmal zu begegnen – schon gar nicht in einer solchen Situation. Die Zeiger und Anzeigen auf den Geräten schlugen weiter aus und Alarmtöne erfüllten den Raum, als wieder Leben in Mewtu kam. Er bewegte die Hände und die Beine, doch schaffte es nicht, sich aus den Fesseln zu befreien. Unter dem Helm konnte man seine Augen hellblau aufleuchten sehen und Odile war, als würde eine unsichtbare Kraft an ihr vorbeiziehen. Sie wandte sich um und bemerkte gerade noch rechtzeitig, wie ein Aktenschrank in die Luft gehoben und direkt auf sie und Henry zugeschleudert wurde. Odile sprang zur Seite und wich dem Schrank so aus, doch brachte es nicht viel: Mewtu sorgte dafür, dass sämtliche Möbelstücke im Raum anfingen sich zu bewegen und telekinetisch durch die Luft zu wirbeln. „Pass auf!“, rief sie Henry zu, als ein Computerbildschirm knapp seinen Kopf verpasste. Odile lag vom Sprung zur Seite noch am Boden und rollte sich zur Seite, als sie beinahe von einem Stuhl erfasst wurde und ihr Blick landete auf Freud und Fromm, die noch in der Luft schwebten und Mewtu anstarrten. „Was zur…?“, brachte sie hervor, kurz bevor ihre Pokémon sich umwandten und beide ebenfalls in Mewtus Chaos einstiegen. Sie nutzen ihre Psychofähigkeiten und sorgten dafür, dass auch die Menschen im Raum durch die Luft gewirbelt oder gegen Wände geschmettert wurden, während sie mit Psychokinese und Einäschern den ganzen Raum verwüsteten. „Was ist mit euch?!“, rief sie ihnen zu, doch sie reagierten nicht mal im leisesten. Odile runzelte die Stirn und sah von ihnen zu Mewtu. Wahrscheinlich nutzte er seine Kräfte, um sie zu kontrollieren, doch Odile kam nicht von dem Gedanken ab, dass das Pokémon es nicht so einfach gehabt hätte, wenn Freud und Fromm bei gesundem Verstand gewesen wäre. Seit dem Ultrabestien-Angriff waren sie nicht mehr dieselben gewesen. Es hatte sich oft zugetragen, dass sie aus heiterem Himmel Attacken einsetzten und diese sowohl gegen sich, als auch gegen andere schleuderten, ohne irgendeinen Grund. Sie griffen sich gegenseitig an und Odile hatte sie beide schon einmal in ihre Bälle holen müssen, weil sie wiederholt gegen die Wand ihres Wohnzimmers geflogen waren. Die Polizistin hatte gedacht, dass es nur eine Phase war – doch offenbar hatte sie sich geirrt. Der Verstand der beiden Psychopokémon war durch den Ultrabestienangriff derart angeknackst worden, dass sie nun nicht mal mehr die Fähigkeit hatten, ihren eigenen Willen durchzusetzen. Diese Realisation schmerzte Odile sehr, immerhin waren die beiden die letzte Erinnerung, die Odile noch an Odette hatte und ihnen dabei zuzusehen, wie sie gerade selbst zugrunde gingen, nahm Odile sehr mit.

„Mewtu, wir wollen dir nichts tun!“, rief sie dem Pokémon zu, welches gerade mit einem Schreibtisch nach ihr geworfen hatte, dem Odile gerade noch so hatte ausweichen können. Telekinetische Kräfte von Fromm erfassten Odile und hoben sie in die Luft, kurz bevor sie mit Schwung gegen eine der Wände befördert wurde. Mit einem schmerzhaften Stöhnen kam sie auf dem Boden auf und rollte sich auf den Rücken, um wieder nach Luft zu ringen und den Schmerz in ihrem Rücken auszublenden. Angestrengt hievte Odile sich wieder auf die Knie und wurde von einem Mann getroffen, der von Freud durch die Gegend gewirbelt wurde. Mit einem dumpfen Knall landete sie nur knapp neben dem Podest von Mewtu auf dem Boden und verzog das Gesicht. „Wir sind hier um dich und die anderen Pokémon zu befreien“, versuchte sie es weiter, obwohl sie nicht einmal wusste, ob Mewtu sie überhaupt hören konnte. Wahrscheinlich sah er eher in ihren Kopf, als ihr zuzuhören, doch irgendwie musste Odile ihm ja klar machen, dass sie nichts Böses wollten.
Ein lautes, ohrenbetäubendes Knallen ließ Odile zusammenfahren und sich die Ohren zuhalten, als Mewtu die Stangen, durch die er in seiner Position festgehalten wurde, lautstark mit seinen Psychokräften verbog und sich damit befreite. Odile warf einen kurzen Blick zu Henry, vor allem um sicher zu gehen, dass er noch lebte und bekam mit, wie Freud gerade einen Schreibtisch samt Unterlagen in Brand setzte. Die beiden hatten wirklich den Verstand verloren, doch Odile konnte sie gerade nicht zurück in ihre Bälle rufen. Stattdessen rappelte sie sich wieder auf und nahm einige Schritte Sicherheitsabstand von Mewtu, das sich gerade von den Ketten befreite und anschließend leicht über dem Boden schwebte. Als er das Podest verlassen hatte und auf dem normalen Raumboden trat, hielt plötzlich alles im Raum an.
Es flogen keine Möbel mehr durch die Luft, Freud und Fromm regten sich kein Stück; es wirkte, als wäre die Zeit eingefroren worden. Odile blinzelte ein paar Mal und nutzte diese Chance, um zu Henry zu eilen und sich zu vergewissern, dass an ihm noch alles dran war. Sie atmete schwer, als sie zusah, wie Mewtu aus der Luft auf den Boden schwebte und seine Füße absetzte. Einen Moment geschah absolut nichts und Odile hatte schon Angst davor, überhaupt zu atmen, aus Sorge, sie könnte das Pokémon damit provozieren. Jeder einzelne Knochen in ihrem Körper schmerzte unglaublich und langsam aber sicher hatte sie den Eindruck, das Gefühl in ihrer linken Hand zu verlieren, doch als Mewtu die Hände hob und sie an den Helm legte, den es auf dem Kopf trug, schien das alles wieder vergessen zu sein. Odile war sich noch nie derart sicher, wahrscheinlich gerade ihrem leibhaftigen Tod gegenüber zu stehen. Es war ja auch vollkommen verständlich aus seiner Sicht. Er wurde von Menschen als Experiment geschaffen, hatte sich seine Freiheit erkämpft, nur um dann wieder als Experiment zu dienen. An seiner Stelle wäre Odile auch auf absolut jeden Menschen auf diesem Planeten wütend. Allerdings waren es nicht sie und Henry gewesen, die ihm geschadet hatten – doch das schien einfach nicht wichtig zu sein.
Ihr stockte er Atem, als er den Helm von seinem Kopf löste und ihn nebensächlich mit einem dumpfen Knall auf den Boden fallen ließ. Ihm tatsächlich in die Augen zu sehen – einem legendären Pokémon – war ein unglaubliches Gefühl. Noch nie hatte Odile, das musste sie ehrlich zugeben, derart große Angst in ihrem Leben gehabt. Eine Mischung aus Angst, Ehrfurcht und Neugierde erfüllte ihren Körper, doch vor allem war es der Fluchtreflex, der sie gerade übermannte. Ihr war jedoch klar, dass es keine Möglichkeit zur Flucht gab. Wenn Mewtu weiter wütete, würde er die Ruine zerstören und sie würden alle lebendig begraben werden, bevor sie auch nur in die Nähe der Oberfläche kamen. Professor Johnson hatte Recht gehabt: es gab keinen anderen Weg, als Mewtu zu beruhigen.

Sich zu beruhigen schien Mewtu gerade allerdings absolut nicht im Sinn zu haben. Er hob seine rechte Hand und deutete auf Freud und Fromm, die sich daraufhin einander zuwandten. Der Blick war weiterhin starr auf Odile und Henry gerichtet, während Freud und Fromm plötzlich anfingen, sich gegenseitig anzugreifen. Der Polizistin fiel für den Moment alles aus dem Gesicht. „Nein, hört auf!“, rief sie aufgebracht und wollte auf die beiden zulaufen, doch bevor sie sie erreichen konnten, wurde sie von einer unsichtbaren Kraft bereits nach hinten und gegen Henry geschleudert.
Odile ächzte und hatte große Schwierigkeiten damit, sich wieder aufzurichten, weshalb sie im ersten Moment auf dem Boden liegen blieb. Angeschlagen öffnete sie die Augen wieder und sah zu, wie Freud und Fromm sich weiter gegenseitig bekämpften. Es tat ihr weh, dabei zuzusehen und unfähig zu sein, etwas dagegen zu tun, doch es war offensichtlich, dass Mewtu in dieser Situation der überlegenere war. Als Fromm Freud schließlich mit einer Psychokinese gegen die Wand beförderte, so dass die Steine bereits bröckelten, fiel das Sonnfel zu Boden und blieb dort reglos liegen. Doch statt dass dieses Schreckensspiel ein Ende fand, feuerte Mewtu aus dem Nichts eine Kugel dunkler Magie auf das Lunastein. Es wurde durch die Luft gewirbelt, als die Kugel es traf und krachte in umgestoßene Aktenschranken, wobei ganz klar ein großes Stück aus der Spitze seines Kopfes herausbrach. Odile beobachtete das schockiert und ihre Augen füllten sich mit Tränen; auch Fromm regte sich jetzt nicht mehr. Odile biss die Zähne zusammen und griff nach einem der Möbelstücke, die wild verteilt worden waren, um sich an diesem wieder hochzuziehen. „Was soll die Scheiße?!“, rief sie dem Pokémon entgegen und sah es wutentbrannt an. „Wir sind hier um dir zu helfen und das ist deiner Erwiderung?!“ Brodelnde Wut kochte in ihre auf, das sie sogar für einen Moment ihre Schmerzen vergessen ließ. Sie konnte nicht erklären, was sie dazu brachte, aber sie fand sich plötzlich auf Mewtu zu rennend, als würde sie ihn umtacklen wollen. Das Pokémon rührte sich nicht, sondern sah sie lediglich an, während Odile auf es zustürmte, doch kurz bevor sie es erreichen konnte, wurde sie wieder von einer unsichtbaren Wand abgefangen und kurz darauf durch Mewtus Telekinese in die Luft gehoben. Sie schwebte einige Meter über dem Boden und Mewtu hob den Kopf, um ihr in die Augen zu sehen, ehe er sie ungeachtet über seine Schulter durch die Luft beförderte, so dass sie hinter ihm auf dem Boden aufknallte.
Odile ächzte angestrengt und schaffte es gerade so, sich noch auf den Rücken zu rollen. Angestrengt atmete sie aus, weil sie sich sehr sicher war, sich mittlerweile sämtliche Knochen mindestens verstaucht oder geprellt zu haben. Aus dem Blickwinkel bekam sie mit, wie Mewtu nun auch Henry in die Luft heben und aus dem Weg befördern wollte, kurz bevor es selbst in die Luft schwebte. Das Psychopokémon breitete rechts und links die Arme aus und wurde von einer blauen Aura umgeben, woraufhin sich wieder sämtliche Gegenstände im Raum bewegten und durch die Luft gewirbelt worden. Um Mewtu herum entwickelte sich eine Sphäre, die immer größer und größer wurde und Odile wurde klar: das war das Ende. Wenn er diese Macht entfesselte, würde er sie alle unter der Erde begraben. Sie schloss die Augen und biss die Zähne zusammen, als sie sich wieder auf den Bauch rollte und angestrengt den Boden entlang zog. Zumindest war Mewtu derart beschäftigt mit dem Kanalisieren seiner Kräfte, dass er Odile keine Aufmerksamkeit schenkte. Nur unter höchster Anstrengung konnte sie sich über den Boden ziehen, weil ihre Beine sie gerade nicht mehr tragen konnten. Ihr ganzer Körper stand unter Spannung, diesen Weg noch schaffen zu müssen, damit sie nicht alle starben und doch zerrte jede Bewegung an ihren Muskeln, als würden sie gleich zerreißen. Von den Schmerzen ganz abgesehen, die ohnehin schon durch ihren Körper pulsierten. Doch sie schaffte es, Mewtu näher zu kommen. Ihre Haare flogen wild herum, durch die Macht, die ihr entgegenkam, doch sie blieb standhaft. Mit der verletzten Hand griff sie in die Tasche ihres Rocks und bekam den Meisterball zu fassen, den sie in ihrer Hand größer werden ließ.
Das Geräusch des Balls hatte Mewtu jedoch auf sie aufmerksam gemacht. Er wandte den Blick über die Schulter zu ihr und gerade in dem Moment, als er seine Kraft entfesseln wollte und sie damit alle vernichtet hätte, schaffte Odile es, seinen hinteren Fußballen mit dem Meisterball zu berühren. Sofort sprang der Ball auf und das Pokémon wurde von einem roten Strahl erfasst, das es einhüllte und schließlich in den Ball zog. Plötzlich wurde es still im Raum. Die Gegenstände und Menschen fielen wieder auf den Boden, kein Lüftchen wehte mehr und die Stille, die auftrat, schien unglaublich erdrückend zu sein. Der Ball in ihrer Hand wackelte drei Mal, bis der Knopf aufleuchtete und schließlich verglimmte; der Fang war erfolgreich gewesen.

Odile atmete schwer aus und rollte sich auf den Rücken, die Hand fest um den Ball geschlossen. Sie brauchte sehr lange, bis sie es schaffte, auch nur den kleinsten Muskel wieder zu bewegen und sich langsam zurück auf den Bauch zu rollen, um sich dann auf die Knie zu hieven und zu Henry zu sehen. „Das…“, fing sie an und atmete schwer aus, „war mit Abstand das krasseste, was ich je erlebt habe.“ Odile schloss die Augen und verzog das Gesicht; sie brauchte dringend ein Krankenhaus, so viel war sicher. Mit Anstrengung schaffte sie es wieder auf die Beine, doch taumelte leicht zur Seite und stützte sich an der Wand ab. Den Meisterball ließ sie schrumpfen und verstaute ihn sicher in ihrer Tasche, ehe sie die Bälle von Freud und Fromm herausholte, um sie zurück in ihre Bälle zu rufen. Die Schmerzen in ihrem Körper wurden allgegenwärtig und sie sackte kurz nach vorn, doch sie konnten noch nicht aufgeben: sie mussten zumindest noch die Pokémon befreien, die noch in den Käfigen saßen. Erst dann konnten sie die Ruine verlassen. „Geht es dir gut?“, fragte sie an Henry gewandt und sah ihn an.



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Beitrag von HectorMi Apr 24, 2019 8:01 pm

Traumbrache
Post #012, mit: Odile
Wieder einmal konnte er Ähnlichkeiten in der Reaktion der Polizistin mit seiner eigenen Reaktion ausmachen. Fast ungläubig sah sie sich im Raum um und natürlich fiel ihr Blick auf auf das Wesen, das gefangen im Raum hing. Hector ließ seinen Blick mittlerweile auf die Geräte und Monitore schweifen, die überall im Raum verteilt standen und ganz unterschiedliche Dinge anzeigten. Sie alle aber hatten eines gemeinsam: die Messwerte, und Hector war sicher, dass es Messwerte waren, schlugen alle nach oben aus. Einige befanden sich in rot angezeigten Bereichen, andere wiederum waren einfach nur hoch. Er war sich sicher, dass das kein sehr gutes Zeichen war und befürchtete, dass das Pokémon nicht mehr lange in seinem Gefängnis verbleiben würde. Wie stark musste es sein, wenn es selbst aus seinem Gefängnis diese Menschen hatte umbringen können? Dass sie hier richtig waren, daran zweifelte auch Hector nicht, doch er war nicht sicher, wie sie diese Situation entschärfen konnten. Als sie den Raum aber endgültig betreten hatten, konnte Hector Odile sagen hören, dass das Pokémon Mewtu war. Nur Sekunden später erkannte er, dass sie ehrfürhctig und überrascht zu ihm empor sah. Mewtu? Er dachte darüber nach, wo er diesen Namen schon einmal gehört hatte, kannte sich aber wenig mit legendären Pokémon aus. Er wusste nur, dass es ein ebensolches war, was nun auch ihn mit Ehrfurcht erfüllte. Er stand hier tatsächlich einem legendären Pokémon gegenüber. Was es fast noch schlimmer machte, dass es derart behandelt wurde. Wie dumm konnte man eigentlich ein, solch eine große Macht zu fesseln und für seine Zwecke zu missbrauchen? Dass es sich irgendwann befreien konnte und dafür rächen würde, was ihm angetan worden war, stand für Hector außer Frage und offensichtlich hatten sie nun das Glück, genau das zu erleben. Hector beobachtete, wie die Augen des Pokémon blau aufleuchteten, wie auch die Augen der Pokémon der Polizistin, doch bevor er hierzu seinen Gedanken, dass es dort einen Zusammenhang geben musste, deutlich fassen konnte, bemerkte er, dass Odile sich umwandte. Er tat es ihr gleich und bemerkte gerade noch rechtzeitig den Aktenschrank, der auf sie beide zugeflogen hab. Wie auch Odile sprang er so schnell er konnte zur Seite und landete unsanft auf dem Boden, wo er aber versuchte, sich schnell wieder aufzurappeln. Es war keine Zeit, um dort liegen zu bleiben und sich über möglichen Schmutz auszulassen, der ohnehin bereits seinen ganzen Körper überzog. Außerdem gab es gerade auch weit wichtigere Dinge, als über Dreck nachzudenken. Die Warnung von Odile kam auch gerade rechtzeitig, denn den Bildschirm, der auf ihn zugeflogen kam, hätte Hector beinahe übersehen. Erst im letzten Moment durckte er sich darunter hindurch, sodass er hinter ihm gegen die Wand knallte und in Trümmern zu Boden flog. Das war aber erst der Anfang vom kommenden Chaos, denn offenbar waren er und Odile tatsächlich genau zu diesem Zeitpunkt hier aufgetaucht, an dem es Mewtu nicht mehr an viel fehlte, um sich aus seinem Gefängnis zu befreien. Und dummerweise mischten die beiden Psychopokémon der Polizistin nun auch noch mit. Möbelstücke und Bildschirme, ja sogar menschliche Körper fingen an, durch den Raum zu fliegen, sodass Hector schon allein alle Hände voll damit zu tun hatte, entsprechenden Dingen auszuweichen. Konnte die Polizistin ihre Pokémon nicht davon abhalten? Nein, ermahnte sich Hector, hier hatte Odile keine Schuld. Es war das legendäre Pokémon, dem sie nicht entkommen konnten. Wie der Forscher gesagt hatte, war es unglaublich stark und Hector war sich sicher, dass er sie mühelos würde zerquetschen können, wenn er es darauf anlegte. Und er war sich ebenso sicher, dass Mewtu es tatsächlich genau darauf anlegte. Doch Hector konnte sich nicht darauf oder auf Odile konzentrieren, denn schon im nächsten Moment kam ein weiterer Bildschirm auf ihn zugeflogen. Er sprang zur Seite, um ihm auszuweichen, stolperte dabei aber über einen menschlichen Körper, der noch vor einer Sekunde nicht dort gelegen hatte. Die Psychokräfte der Pokémon mussten ihn hierher befördert haben. Hector fiel abermals auf den Boden und gerade, als er sich aufrappeln wollte, bekam er einen Stuhl voll ab, der ihn nach hinten beförderte und einen beißenden Schmerz durch seinen Körper jagte. Er hoffte stark, dass nichts gebrochen war, sicher konnte er sich dabei aber nicht sein. Auf jeden Fall spürte er etwas Warmes über seine Wange laufen, wo ihn das Stuhlbein getroffen hatte. Er wollte lieber nicht wissen, wie es aussah und wollte sich auch nicht auf das Blut konzentrieren, das sein Gesicht hinab lief. Gute Ablenkung fand er aber auch in den Akten, die eines von Odiles Pokémon gerade in Brand steckte - nicht weit von ihm entfernt auf einem nahestehenden Schreibtisch. Sie fingen sofort Feuer, was Hector dazu veranlasste, trotz Schmerzen schnellstmöglich aufzustehen und Abstand dazu zu gewinnen. Während er sich darauf konzentrierte, nicht auch noch in Flammen aufzugehen, hörte er, wie Odile mit dem Pokémon zu sprechen versuchte - jedoch ohne Erfolg. Hectors Überlegungen waren also tatsächlich eingetreten. Mit Worten würden sie das Pokémon wohl kaum beruhigen können. Und er konnte das nur zu gut verstehen. Als er aufsah, konnte er gerade noch sehen, wie Odile gegen die nächste Wand geschleudert wurde, was ihn zusammenzucken ließ. Eigentlich hatte er nichts gegen das Leid anderer, aber das hatte wirklich schmerzhaft ausgesehen. Hoffentlich kam sie wieder auf die Beine, denn Hector hatte noch immer keine passende Idee, wie sie das Chaos unterbinden sollten. Und Odile hatte den Meisterball. Um sie zu erreichen, war sie aber viel zu weit weg - von den Möbelstücken einmal ganz abgesehen, die es ihm unmöglich machten, zu ihr aufzuschließen. Selbst wenn er das gewollt hatte. Immer wieder musste er Tischen oder Stühlen ausweichen, doch dann spürte er, wie seine Füße den Boden verließen und er sich kaum noch rühren konnte. Im nächsten Moment fand er sich, ähnlich wie Odile auch, an der nächsten Wand wieder. Der Aufprall nachdem man ihn dagegen geschleudert hatte, raubte ihm den Atem und er kam mit einem dumpfen Laut wieder auf dem Boden auf. Er hatte recht gehabt, es war wirklich sehr schmerzhaft, gegen eine Wand geschleudert zu werden.
Während er noch versuchte, wieder zu Atem zu kommen und den Schmerz in seinem Körper zu ignorieren, konnte er es nicht verhindern, zusammenzuzucken, als ein ohrenbetäubender Knall erklang. Er sah auf und erkannte, dass sich Mewtu tatsächlich von seinen Fesseln und der Rüstung befreite und das Podest langsam verließ. Entweder waren sie jetzt tatsächlich am Ende oder sie fanden eine Lösung, das Pokémon zu beruhigen. Als Mewtu das Podest aber verlassen hatte, hörten zumindest die Möbelstücke auf, durch die Gegend zu fliegen, was ihnen eine kleine Verschnaufpause ermöglichte. Langsam richtete sich Hector wieder auf, den Schmerz ignorierend und sah rüber zu Odile, die genauso angeschlagen aussah wie er sich gerade fühlte. Sie nutzte jedoch den Moment der absoluten Stille, den Hector in diesem Moment fast unheimlicher fand als das Chaos zuvor und kam rüber zu ihm. Er konnte nicht behaupten, dass es ihm gut ging, aber es würde schon. Und Mewtu ließ er auch keine Sekunde lang aus den Augen. Gerade berührte das Pokémon erstmals den Boden, als es seine Hände zu seinem Helm führte und diesen langsam abnahm. Es war faszinierend und erschreckend zugleich und Hector würde lügen, wenn er behaupten würde, keine Angst zu haben. Er konnte sich an keine Situation erinnern, an der er mehr Angst gehabt hatte, wenn er ehrlich war. Selbst dann nicht, als die Höhle über ihm eingestürzt war. Eine ganz ähnliche Situation war es jetzt, mal wieder von Menschenhand verursacht, nur dass er dieses Mal absplut keine Chance sah, noch zu entkommen. Fliehen konnte er nicht, das war ihm wohl bewusst. Selbst wenn er es bis zur Tür schaffen würde, würde er nicht an die Oberfläche kommen, bevor dieses Pokémon hier alles zerstörte. Da konnte er auch gleich hier bleiben, auch wenn alles bei ihm danach schrie, zu fliehen. Er starrte das legendäre Pokémon mit großen Augen an, unfähig, sich irgendwie zu bewegen. Er hatte sich tatsächlich noch nie so machtlos gefühlt wie in diesem Moment, was ihn erschreckte. Sein Herz hämmerte in seiner Brust, doch die Pause war nicht von Dauer. Zwar griff Mewtu nicht wieder Odile und Hector an, doch schien er irgendetwas mit Odiles Pokémon anzurichten, das sie dazu veranlasste, sich gegenseitig anzugreifen. Den Schmerz in Odiles Stimme konnte er nur zu gut verstehen. Sie musste dabei zusehen, wie sich ihre eigenen Pokémon bekämpften und verletzten. Und sie stand daneben und konnte absolut nichts tun. Sie rannte auf das legendäre Pokémon zu, wohl um zu verhindern, dass sich ihre Pokémon weiterhin gegenseitig verletzten, wurde jedoch unmittelbar zurück geschleudert, direkt gegen Hector, der mit ihr zu Boden ging. Er stöhnte auf, wollte am liebsten liegen bleiben, doch dann wäre er ein noch besseres Ziel. Fieberhaft versuchte er irgendeinen Plan zu entwickeln, doch er konnte sich nur schwer konzentrieren. Es tat ihm unglaublich weh zuzusehen, wie sich zwei unschuldige Pokémon verletzten und er wollte sich gar nicht vorstellen, was die Polizistin in diesem Moment wirklich fühlen musste. Oder in dem Moment, als ihr Sonnfel gegen die Wand geschleudert wurde und schließlich besiegt zu Boden ging. Auch die folgende Attacke der Legende machte es nicht besser, denn so wurde auch das Lunastein gegen die Wand geschleudert. Es sah aus, als würde ein Stück seines Körpers dabei abbrechen und er konnte sich gerade besser in Odile hineinversetzen, als ihm selbst lieb und ihr bewusst war. Er erinnerte sich daran, dass er seine Pokémon verloren hatte und wie sie unter den Felsen begraben worden waren. Ganz ähnlich war es hier und er konnte die Reaktion der Polizistin absolut verstehen. Auch wenn sie unangebracht war, denn aus Wut heraus zu handeln, brachte selten etwas Gutes.
So war es auch dieses Mal, denn nachdem sie sich aufgerappelt hatte, rannte sie wutentbrannt auf Mewtu zu. Zunächst sah es aus, als würde sie damit Erfolg haben, doch Hector wusste schon vorher, dass das nicht passieren würde. Und schon Sekunden später wurde Odile in die Luft befördert und hinter das Pokémon geschleudert, wo sie auf dem Boden aufprallte. Hector war sich ziemlich sicher, dass sie gebrochene Knochen haben musste, doch er war sich auch sicher, dass es bei ihm nicht anders aussah. Langsam rappelte er sich nun wieder auf, überlegend, nicht doch sein Viscora zu befreien und sich mit Schutzschild zu schützen, doch dann wäre er nicht besser als die ganzen Forscher, die den hiesigen Pokémon diese Dinge angetan hatten. Er würde sein Pokémon nur in Gefahr bringen, um sich selbst zu beschützen. Das würde er besitmmt nicht noch einmal tun. Nicht, nachdem er seine geliebten Freunde in ähnlicher Situation verloren hatte. Er machte gerade einen Schritt nach vorn, auch wenn er noch nicht wusste, was er eigentlich vor hatte, als er spürte, wie ihn erneut die telekinetische Kraft erfasste. Langsam wurde es wirklich nervig und Hectors Fassungslosigkeit der Behandlung des Pokémon gegenüber verwandelte sich nach und nach in Wut. Weder Odile noch Hector hatten dem Pokémon irgendetwas angetan, ganz im Gegenteil, sie wollten ihm noch helfen! Das hatte Odile auch mehrfach versucht ihm klarzumachen, doch es hörte einfach nicht. Und ehe Hector richtig blinzeln konnte, wurde er schon wieder durch die Luft geschleudert. DIeses Mal knallte er unsanft auf einen der Schreibtische, der unter seinem Gewicht zerbrach. Mehrere Trümmerteile stachen ihm in die Rippen und wieder einmal musste er nach Luft ringen. Er hatte noch keine Situation erlebt, in der er sich weniger hatte wehren können. Selbst in der Höhle hatte er mehr ausrichten können als hier. Als er sich langsam wieder aufzurichten versuchte, stöhnte er erneut auf. Ein stechender Schmerz schoss ihm das Bein hinauf und als er seinen Blick darauf richtete, sah er, dass sich ein Holzstück in seinen Oberschenkel gebohrt hatte. Er versuchte krampfhaft, die aufkommende Panik zu unterdrücken, die ihn zu überwältigen drohte. Nicht nur, dass Blut aus der Wunde schoss, jetzt steckte auch noch ein dreckiges Holzstück darin. Hoffentlich entzündete sich das nicht. Er betrachtete die Stelle, in der sich das Holz in sein Bein gebohrt hatte, etwas gedauern, um sicherzugehen, dass er nicht verbluten würde, wenn er es herauszog. Und genau das war es, was er als nächstes tat: er umfasste das Holz und zog mit einem kräftigen Ruck daran, ehe er es neben sich auf den Boden warf. Einen Schmerzenslaut hatte er jedoch nicht unterdrücken können und er ließ sich wieder auf den Boden fallen. Gott tat das weh!
Doch Ablenkung folgte auf dem Fuß, als Gegenstände wieder durch die Luft gewirbelt wurden. Als Hector aufsah, erblickte er Mewtu in der Mitte des Raumes, das mit ausgebreiteten Armen über dem Boden schwebte. Es bildete sich eine Art Spähre um das Pokémon und seine Haare wurden durcheinander gewirbelt. Schockiert und fassungslos sah er zu dem Pokémon empor - war das nun das Ende, das der Forscher beschrieben hatte? Würden sie nun alle in dieser Ruine sterben? »Gar nicht gut.« Hector atmete schwer und versuchte, sich zumindest ein wenig aufzurichten und zu Odile zu sehen. Gern würde er ihr zurufen, dass sie endlich diesen blöden Meisterball verwenden sollte, doch sie würde ihn durch den ganzen Lärm hindurch ohnehin nicht hören. Außerdem würde er das Pokémon dann auf sie aufmerksam machen und wenn er es richtig erkennen konnte, mühte sich die Polizistin gerade damit ab, auf die Legende zuzukriechen. Na hoffentlich bekam sie das noch rechtzeitig hin, auch wenn es ihr natürlich hoch anzurechnen war, dass sie trotz offensichtlicher Schmerzen weitermachte. Hector versuchte, sich in der Zwischenzeit wieder ganz aufzurappeln, was allerdings eine ganze Weile dauerte, da ihm alles weh tat. Gut war es, dass das Pokémon gerade derartig abgelenkt war, dass es weder von Hector noch von Odile Notiz nahm und sie quasi alle Zeit der Welt hatten, sich zu sammeln. Wenn da nicht diese Kraft wäre, die sie bald alle vernichten würde.

Hector hatte es gerade geschafft, sich von den Trümmern des Schreibtisches hochzustemmen und davon Abstand zu nehmen, als plötzlich alles im Raum still wurde. Es war wie die Ruhe vor einem Sturm - oder in ihrem Fall nach einem Sturm. Die Gegenstände, die zuvor noch in der Luft gewesen waren, flogen nun wieder gen Boden - was Hector abermals dazu zwang, zur Seite zu springen. In seinem Fall war es dieses Mal jedoch ein Rollen, da er sich immer noch auf dem Boden befand. Nur dicht neben ihm schlug der nächste Bildschirm auf dem Boden auf und hätte ihn wohl begraben, wenn er es nicht rechtzeitig geschafft hätte, auszuweichen. Der Wind war ebenfalls abgeebt und Mewtu verschwunden. Hector sah zu Odile hinüber, die sich erschöpft auf den Rücken rollte. Hector machte es ihr nach - er konnte wieder aufatmen, wenn auch mehr schlecht als recht, doch die Gefahr war gebannt und das war unglaublich erleichternd. Gleichzeitig war die Stille aber auch sehr erdrückend. Hector ging im Kopf die letzten Minuten..Stunden? Wie lange waren sie eigentlich hier unten gewesen? Jedenfalls ging er die letzte Zeit noch einmal durch, froh, dass er tatsächlich noch am Leben war. Und dann, als wäre gerade etwas urkomisches passiert, fing er tatsächlich an zu lachen. Ihm tat alles weh, doch er lachte. Vor Erleichterung, dass er nicht sein Leben verloren hatte. Dass diese Ruine nicht über ihm zusammengebrochen war und auch, dass Aphi noch lebte. Niemals hätte er geglaubt, dass ihm dieses Pokémon so wichtig war, doch nun spürte er ihren Ball schwer in seiner Tasche. Es ging ihr gut. Und es Odile und er hatten überlegt. Dass es ihnen gut ging, konnte man nun wirklich nicht sagen, aber sie lebten. Sie hatten es geschafft. Das Lachen ging jedoch schnell in etwas anderes über: eine Träne rollte über seine Wange, die er jedoch schnell wegwischte. Er weinte nicht! Was sollte das überhaupt? Es war wohl die Erleichterung und die abfallende Anspannung, die dafür sorgten.
Er hatte keine Ahnung, wie lange sie noch so dort lagen, doch irgendwann rappelte er sich langsam wieder auf. Er musste sich dringend um sein Bein kümmern - wo war eigentlich sein Messer? Er hatte es in dem Chaos irgendwann verloren. Das musste er dringend noch wiederfinden, doch zuerst öffnete er seinen Gürtel, zog ihn aus seiner Hose und umwickelte damit seinen Oberschenkel. Er zog, so fest er konnte, musste dabei jedoch einen weiteren Schmerzenslaut unterdrücken, was ihm nicht wirklich gelang. Odile rief in der Zeit ihre Pokémon zurück in ihre Bälle, dann schleppte sie sich zu ihm. Von nahem sah sie noch beschissener aus, als er gedacht hatte, doch das traf wohl auf sie beide zu. »Ging schonmal besser.« antwortete er auf ihre Frage, stemmte sich dann aber selbst auch hoch, wobei er sein rechtes Bein kaum belastete. Er würde ein Krankenhaus aufsuchen müssen, so viel war sicher, auch wenn ihm das natürlich nicht gefiel. Erst jetzt realisierte er, dass er auch auf seinem zweiten Auge Licht erkennen konnte, was bedeutete, dass seine Augenklappe verrutscht sein musste. Schnell richtete er sie wieder, in der Hoffnung, dass Odile nichts darunter gesehen hatte. Wenn, dann konnte er es aber auch nicht mehr ändern. Tatsächlich war ihm in diesem Moment fast alles egal, er war nur froh, noch am Leben zu sein. Er konnte Odile nur zustimmen, dass das wirklich das Krasseste war, was er je erlebt hatte, was aber nicht bedeutete, dass er sich jetzt nicht lieber davon erholen würde. Was aber noch nicht möglich war, da sie zuerst die anderen Pokémon befreien mussten.
»Dann befreien wir jetzt die anderen.« sprach er aus was er dachte und humpelte wieder Richtung Tür. Auf dem Weg dorthin fiel ihm etwas Glänzendes ins Auge, das er als sein Messer erkannte, weshalb er sich danach bückte und es einsammelte. Das würde er bestimmt nicht hier lassen. Allein der Weg zum Gang war mehr als Schmerzhaft, doch sie schafften es irgendwie, dorthin zu gelangen. Nun mussten sie nur noch die anderen Pokémon befreien, dann konnten sie wieder zurück nach oben. Also ging er auf die erste verschlossene Tür zu und öffnete sie - der Anblick, der sich ihm bot, versetzte ihm einen weiteren Stich und er war sich sicher, dass es bei all den anderen Türen ähnlich verlaufen würde. Doch er würde nicht gehen, bevor all diese unschuldigen Wesen wieder in die Freiheit entlassen sein würden.



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Beitrag von GastSa Apr 27, 2019 8:33 am

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 79 -

Odile wusste nicht, was sie nun tun sollte. Sie war der Meinung, dass legendäre Pokémon nicht in Bälle gesperrt werden sollten, da sie keinem Menschen zu gehorchen hatten. Doch nun hatte sie ein legendäres Pokémon gefangen und der Ball lag in ihrer Tasche. Seltsam schwer, als wäre er ein Gewicht, das sie herunter zum Boden ziehen würde. Natürlich war es notwendig gewesen; Odile wusste das. Sie und alle anderen Menschen und Pokémon hier wären gestorben, hätte sie Mewtu nicht eingefangen. Es hätte seine Kraft entfesselt und alle in Trümmern begraben, während er selbst sich hätte schützen können. Es war das Richtige gewesen, aber Odile fühlte trotzdem, wie ein schlechtes Gewissen sich auftat. Nun hatte sie Mewtu in genau die Situation gebracht, aus der es entkommen wollte: Gefangenschaft. Doch wusste sie auch, dass sie das Pokémon erstmal nicht aus seinem Ball lassen konnte. Um Mewtus Zerstörungskraft wusste Odile nun Bescheid und sie wollte sie nicht erneut entfesseln, weil seine Wut wahrscheinlich nicht abgeklungen war, nur weil sie ihn gefangen hatte. Odile konnte sich vorstellen, dass sie nur noch größer geworden war.
Geschwächt fiel sie auf den Boden und hatte Probleme damit, zu atmen. Ein stechender Schmerz pulsierte durch ihren Körper, wann immer sie einatmete; ausgehend von ihrem linken Rippenbogen. Nun, wo das Adrenalin langsam abflachte und einem die Ausmaße der Verletzungen klar wurden, merkte Odile erst, wie lädiert sie war. Mit einem Ächzen rollte sie sich auf den Rücken und schloss die Augen, um einen Moment in sich zu gehen und zu erforschen, was genau jetzt an ihr angeknackst war, denn gerade tat absolut alles weh. Definitiv ihre Hand; sie hatte bereits kein Gefühl mehr in den Fingerspitzen und vermutete doch stark, dass das kein gutes Zeichen war. Die Schmerzen in ihrem Oberkörper schrieb sie ihrem Rippenbogen zu und vermutete, dass wahrscheinlich mindestens eine Rippe gebrochen war. Das machte den Fortverlauf dieser Mission keinesfalls einfacher. Sie hatte sich den Knöchel verdreht und starke Kopfschmerzen, weil sie mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen war, doch ob sie blutete, konnte sie gerade nicht ausmachen. Das Heben ihres Arms erschien ihr viel zu anstrengend. Um die Schmerzen in der Brust nicht weiter zu triggern, versuchte Odile flach zu atmen, doch natürlich ging das nicht. Sie musste wieder aufstehen. Sie mussten die Pokémon befreien und nach draußen finden und solange würde sie die Schmerzen aushalten müssen. Eine andere Option hab es nicht.

Daher rollte sie sich angestrengt wieder auf den Bauch, um sich dann auf die Knie zu hieven und ganz aufzustehen. Sie taumelte zur Seite und hielt sich an der Wand fest, um nicht umzukippen, ehe sich ihr Blick auf Henry legte. Während sie ihre beiden anderen Pokémon in ihre Bälle rief, rappelte auch Henry sich wieder auf. Der junge Mann gab kein besseres Bild als Odile ab und wenn die beiden nicht bald ein Krankenhaus bekamen, würden sie große Probleme bekommen. Einen Moment lag ihr Blick auf der Wunde in seinem Oberschenkel und sie verzog das Gesicht. Das Verrutschen seiner Augenklappe war ihr nicht aufgefallen. Sie nickte auf seine Worte. Nur langsam schloss sie zu Henry auf. Sie ließ den Blick nochmal durch den Raum wandern und entdeckte erst jetzt das Feuer, das noch am Schreibtisch wütete. Odile verzog leicht das Gesicht und als Henry bereits den Raum verlassen hatte, wandte Odile sich nochmal einem unbeschädigten Computer zu und zog einen USB-Stick heraus. Wer wusste schon, was für Daten da drauf waren – die Techniker der RPV könnten sich darum kümmern. Vielleicht war es etwas Nützliches.
Die Wut in ihrem Bauch flaute jedoch auch nicht ab. Jetzt mussten sie sich erst einmal um die Pokémon kümmern, die gefangen waren und das würde ebenfalls ein großes Maß an Selbstkontrolle benötigen. Mewtu war ja bereits unglaublich schrecklich mitanzusehen gewesen, doch die Pokémon in ihren Käfigen waren zusätzlich auch noch verletzt und lädiert. Sie betrat nach Henry den ersten Raum mit den Pokémon und was sich ihr bot, war tatsächlich noch schlimmer, als erwartet. Allerlei verschiedene Pokémon waren in viel zu kleine Käfige gequetscht, hatten Wunden oder fehlendes Fell und sahen alles andere als glücklich aus. Die meisten öffneten nicht einmal die Augen, als sie den Raum betraten, weil sie derart schwach waren. „Ich habe Ranger angeforder“, murmelte Odile und schloss die Augen, während sie sich gegen den Türrahmen lehnte. „Sie werden sich um die Pokémon kümmern. Da wir sie ohnehin nicht alle zähmen, geschweige denn transportieren, können, ist es denke ich das Beste, wenn wir einfach die Käfige öffnen. Was meinst du?“ Die Ranger würden schließlich die Ruine stürmen und sämtliche Pokémon ausfindig machen, die es nicht von allein schafften, zu fliehen. Die Polizistin öffnete die Augen wieder und stieß sich vom Türrahmen ab, ehe sie den Raum betrat und zu einem der Käfige ging. Es war ein simpler Stahlkäfig mit einem schillernden Taubsi drin, das an vielen Stellen kaum noch Gefieder hatte. Die Käfige waren zum Glück nicht weiter abgeschlossen, außer vom typischen Riegelschloss, den man verschieben konnte. Wahrscheinlich wäre es auch zu anstrengend für die Experimente gewesen, alle Käfige immer auf- und abzuschließen. Odile räusperte sich und schieb den Riegel zur Seite, so dass sie die Käfigtür aus der Halterung ziehen und sie so öffnen konnte. Wie erwartet regte sich das Taubsi kein Stück. Odile schüttelte den Kopf. „Die Verstärkung sollte bald da sein“, murmelte sie heiser und sah über die Schulter wieder zu Henry. „Zusammen mit Rettungskräften, die sich um uns und Professor Johnson kümmern werden.“ Insofern Professor Johnson überhaupt noch lebte. Odile wollte sich allerdings nichts anderes vorstellen. Ihre Moral war gerade ohnehin schon auf einem Tiefpunkt angelangt, das müsste man nicht noch schlimmer machen.
Sie atmete angestrengt aus. Eigentlich hatte sie zum nächsten Käfig gehen wollen, doch ein Computer auf einem Schreibtisch hatte ebenfalls einen USB-Stick drinstecken, den sie sich in ihre Tasche steckte. Man wusste ja nie, was alles noch nützlich sein könnte und um diesen Ring zu zerschlagen, brauchten sie so viele Beweise, wie sie nur sammeln konnten. Mit einem Seitenblick sah sie wieder zu Henry. „Meinst du, du hältst noch durch?“ Von sich konnte sie zumindest nicht sagen, hier noch stundenlang fröhlich herumhüpfen zu können.



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Beitrag von HectorSa Mai 04, 2019 10:58 am

Traumbrache
Post #013, mit: Odile
Jeder Schritt, den er tat, war unglaublich anstrengend. Würde es nicht darum gehen, Pokémon aus den Fängen irgendwelcher Trottel zu befreien, würde Hector sich nun wohl Richtung Ausgang schleppen und vergessen, was passiert war. Oder es zumindest versuchen, aber so blieb ihm nichts anderes übrig, als weiterzumachen. Denn alles andere würde er auch nicht mit seinem Gewissen vereinbaren können. Als er die erste Tür jedoch öffnete, musste er schlucken und sich zwingen, sich nicht von diesem Anblick ablenken zu lassen. Pokémon in unterschiedlichsten, jedoch grundsätzlich sehr schlechten Zuständen wurden in Käfigen gefangen gehalten. Sie bewegten sich kaum, im Grunde überhaupt nicht, wahrscheinlich, weil sie viel zu geschwächt dazu waren. Oder einfach Angst hatten. Abermals stieg Wut in ihm hoch - er würde die Verantwortlichen viel zu gern für das, was sie hier getan hatten, bestrafen und zwar auf seine ganz eigene Weise. Aber diese Gedanken halfen ihm auch nicht dabei zu verdrängen, welcher Anblick sich ihm hier bot. Höchstens bewirkten sie, dass er den Schmerz zumindest für diesen Moment vergessen konnte. Als er sich auf den ersten Käfig zubewegte, gab er sich alle Mühe, sein schmerzendes Bein zu ignorieren. Während Odile den ersten Käfig mit einem schillernden Taubsi öffnete, das sich auch danach noch nicht bewegte, gab er selbst den Weg für ein Milza frei, dessen Haut an mehreren Stellen von tiefen Furchen durchzogen war. Hector wollte sich lieber nicht vorstellen, was diese Menschen mit den hiesigen Pokémon eigentlich genau getrieben hatten, für ihn galt es nun nur, die Käfige zu öffnen und den Pokémon eine Möglichkeit zu eröffnen, ihre Freiheit wiederzuerlangen. Leider konnte er nicht alle davon selbst behandeln oder gar gesund pflegen, dazu fehlten ihm die Resourcen und auch die Zeit - einmal davon abgesehen, dass es auch nicht in seinen Tätigkeitsbereich fiel. Da war es wahrscheinlich gut, dass Odile bereits Ranger angefordert hatte, die sich dann um diesen Teil der Arbeit kümmern konnten. Konnten ja nicht alles Hector und Odile erledigen. Er verstand ohnehin schon nicht, warum Odiles so genannte Verstärkung nicht längst mal hier aufgetaucht war. Ließ die RPV ihre Mitglieder immer allein in solch gefährlichen Fällen arbeiten? Er wusste schon, warum er dieser Organisation nichts abgewinnen konnte. »Ja, das ist wohl das Beste.« hatte Hector noch auf Odiles Worte gesagt, auch wenn er dabei eher traurig klang. Er würde diesen heutigen Tag wohl kaum vergessen. Wie lange waren sie überhaupt schon in dieser Ruine? Wie lange hatten sie auf dem kalten Steinboden geschlafen? Und wie viel Zeit hatten sie damit verbracht, nicht von Mewtu getötet zu werden? Hatte er der Polizistin eigentlich dafür gratuliert, dass sie jetzt im Besitz eines legendären Pokémons war? Er war sich nicht einmal sicher, ob es da etwas zu gratulieren gab, denn dass dieses Pokémon genug von Menschen hatte, war eigentlich offensichtlich gewesen. Nicht, dass Hector nicht verstand, warum sie es letztlich doch gefangen hatte. Er hoffte nur, dass sie es gut behandelte und vielleicht irgendwie dazu brachte, dass es nicht mehr alles zerstören wollte. Dann könnte es nämlich auch wieder außerhalb des Balles leben. Leicht argwöhnisch blickte Hector sich zu der Polizistin um, die gerade irgendeinen Stick aus einem der Computer zog. Zu gern würde er in den nächsten Wochen bei ihr Mäuschen spielen, um herauszufinden, ob sie das Pokémon gut behandelte. Allerdings hatte er keine Ahnung, wie er das anstellen sollte, wenn er nicht direkt ins RPV-Hauptquartier spatzieren und dort nach ihr fragen wollte. Kurz bevor Odile sich zu ihm umwandte, richtete er seinen Blick wieder auf das Milza vor sich. Ob es ihm je wieder wirklich gut gehen würde? »Wird auch langsam Zeit..« murmelte er, als sie ihm mitteilte, dass die Verstärkung mit Sicherheit bald hier sein würde. Er fand es immer noch faszinierend, wie lange sie überhaupt gebraucht hatte. Aber das war wohl nicht seine Angelegenheit, nicht wahr? Dass er bald wieder von irgendwelchen Ärzten betatscht werden würde, war ihm im Grunde schon zu viel, aber er sah durchaus ein, dass dieses Mal wohl kein Weg daran vorbei führte. Nur mit Mühe konnte er sich noch auf den Beinen halten und er gab sich alle Mühe, seinen Atem möglichst flach zu halten, damit ihm möglichst wenig weh tat. Er konnte noch von Glück sagen, dass er nicht wie Odile mit dem Kopf gegen die Wand geknallt war. Auch wenn er sich nicht ganz sicher war, ob der Sturz auf den Schreibtisch für seinen Körper wesentlich besser gewesen war.
Da er sich darüber nun aber ewig den Kopf zerbrechen konnte, beschloss er, sich lieber wieder den hiesigen Pokémon zu widmen. Der nächste Käfig im Raum war rasch geöffnet, als Odile ihn fragte, ob er noch durchhalten würde. Na da blieb ihm wohl kaum etwas anderes übrig, richtig? »Ich halte durch, solange es nötig ist.« gab er ihr die wenig aussagekräftige Antwort, doch die Wahrheit war, dass er sich fühlte, als würde er jeden Moment zusammenbrechen. Aber das durfte er schlichtweg nicht zulassen, nicht, solange er nicht wusste, dass die Pokémon alle wieder in Sicherheit waren. Prof. Johnson interessierte ihn dabei allerdings herzlich wenig, denn er war seiner Meinung nach mit Schuld an dem, was den Pokémon passiert war. Ob er das nun freiwillig gemacht hatte oder gezwungen worden war, spielte für ihn dabei absolut keine Rolle. Nun aber verließen Odile und er den ersten der zahlreichen Räume, langsam zwar und geschwächt, doch sie machten weiter. Der nächste Raum war schnell geöffnet - dahinter erblickten sie ein ähnliches Grauen als im Raum zuvor. Hier befanden sich nun jedoch einige der Somniam, die Odile ganz zu Anfang mal erwähnt hatte. Sie wurden in größeren Glaskästen gefangen gehalten, von denen ähnlich wie bei Mewtu mehrere Schläuche abgingen. Es sah so aus, als würde ihr Traumdunst absorbiert und ihn kleinere Behälter gesaugt werden. Wenn er ehrlich war, war die Idee als solches, den Dunst zu verwenden, um Schlafmittel herzustellen, nicht grundsätzlich schlecht. Lediglich der Umsetzung konnte er überhaupt nichts abgewinnen. Er fragte sich nun, wie er diese Art Käfig wohl öffnen konnte und humpelte langsam darauf zu, wobei er sich an einem der Tische festhalten musste, die mit im Raum standen, um nicht doch noch umzufallen. Es wurde immer anstrengender, stehen zu bleiben oder gar zu laufen, doch er musste weitermachen, zum Wohle der Pokémon. Auf Ranger und die sogenannte Verstärkung vertraute er nämlich - noch - nicht. Bisher schien es nämlich nach wie vor so, als wären Odile und er die einzigen auf dieser Ebene und so hatten sie noch einige Türen vor sich, bis Hector freiwillig endlich aufhören würde.



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Beitrag von GastSa Mai 04, 2019 4:59 pm

Odile & Hector
„fear of falling asleep.“
- 80 -

Odile nickte kurz. Seine Antwort war zwar nicht sehr aussagekräftig, allerdings war es bei ihr ja dasselbe. Sie konnte nicht zulassen, früher zusammenzubrechen als dass sie wusste, dass alle Pokémon sicher waren. Das ging einfach gegen ihren Stolz und ihren Ehrgeiz, selbst wenn das bedeutete, sich so lange auf den Beinen zu halten, bis der Schmerz sie in die Ohnmacht trieb. Ein Grund mehr, schnell zu handeln. Sie versuchte das Leid, das die Pokémon in den Käfigen ausstrahlten, zu ignorieren oder mehr „herunterzuschlucken“, damit es nicht zu sehr auf sie abfärbte. Gerade brachte es ihnen allen nichts, emotional zusammenzubrechen, auch wenn die Zustände der Pokémon Odile wirklich nahegingen – und das, obwohl sie schon so einiges gesehen hatte, was einen an der Humanität der Menschheit zweifeln ließ. Nachdem sie das Taubsi freigelassen hatte und der Stick in ihrer Tasche verschwunden war, wandte sie sich zu Hector um, der ebenfalls gerade an den Käfigen zugange war. Sie bemerkte, dass er humpelte und verzog leicht das Gesicht, weil sie sich nicht von der Schuld freisprechen konnte, ihn hier reingezogen zu haben. Natürlich war das eigentlich Schwachsinn, denn genau so wenig wie er hatte sie damit rechnen können, plötzlich entführt zu werden. Doch sie konnte trotzdem nichts dafür, sich auch diese Last auf die Schultern heben zu wollen.
Die beiden machten sich schweigend weiter daran, die Käfige zu öffnen. Den Pokémon die Chance zu geben, sich zu bewegen erschien Odile wie der erste Schritt in die richtige Richtung, denn mehr konnten sie gerade nicht für sie tun. Die Ranger würden das erledigen müssen und so, wie Odile den Zustand der Pokémon einschätzte, würde auch keines von ihnen großen Widerstand leisten. Das bemerkte sie vor allem bei einem Rizeros, dessen Käfig sie in der hinteren Ecke des Raumes öffnete und welches sich nicht einmal einen Zentimeter regte, als die Tür des Käfigs aufging. Sie verzog mitleidig das Gesicht und schüttelte den Kopf, als sie sich umwandte, um gemeinsam mit Hector den Raum zu verlassen. Sie musste jedoch im Türrahmen einen Moment stehenbleiben, weil der Schmerz ihrer gebrochenen Rippe sie dazu brachte, kurz tief einzuatmen. Schwindel legte sich einen Moment über sie, den sie versuchte abzuschütteln, ehe sie weiterging. Nein, sie würde sich jetzt nicht in die Knie zwingen lassen.

Als sie gerade den Flur entlanggingen, um zu den anderen Räumen zu gelangen, hörten sie Schritte und nur ein paar Sekunden darauf stürmte eine Einheit der Polizei in den Flur. „Na endlich…“, murmelte sie und wandte sich um, um die Hände zu heben und zu zeigen, dass sie nicht zu den Kriminellen gehörten. Der Leiter des Einsatzkommandos kam sofort zu ihnen. Der musternde Blick sagte alles aus und Odile erklärte ihm knapp, was vorgefallen war und was sie gerade taten. Zwar pochte sie darauf, dabei zu helfen die restlichen Pokémon ebenfalls noch zu befreien, doch der Mann legte ihr nahe, dass es besser wäre, sie würden nach oben gehen und versorgt werden. Er informierte sie, dass Amelia und der Professor ebenfalls schon in helfenden Händen waren und der Professor gute Chancen hatte, doch zu überleben. Das erleichterte sie ungemein und sie merkte, dass sie immer schwächer wurde. Ein Blick folgte herüber zu Hector. „Dann sollten wir die Befreiung der Pokémon eventuell ihnen überlassen“, murmelte sie und verzog das Gesicht. Die Rangereinheit folgte nur ein paar Sekunden später und verteilte sich in die verschiedenen Räume, während der Einsatzleiter zwei Polizisten befahl, Odile und Hector nach oben zu begleiten. Die Treppen zu erklimmen entpuppte sich als schwerer als erwartet, doch die Unterstützung des Polizisten half ihr dabei, ihren Oberkörper nicht zu sehr zu belasten.
Leider fühlte es sich wie eine Ewigkeit an, bis sie endlich wieder an der Oberfläche angekommen waren. Unterwegs waren ihnen ein Haufen weiterer Polizisten und Ranger begegnet, die die Ruine sicherten und die restlichen Kriminellen festnahmen. Draußen war der Bereich bereits abgesperrt und einige Krankenwagen standen mit Blaulicht in der Traumbrache. Einige Sanitäter eilten sofort zu ihr und Hector, bewaffnet mit zwei Tragen, damit sie unbeschadet in die Krankenwagen befördert werden konnten. Auch Amelia schloss wieder zu Odile auf und musterte sie gleichermaßen schockiert wie auch skeptisch, immerhin wusste sie überhaupt nicht, was sich auf der untersten Ebene abgespielt hatte. Zu liegen half ihr gerade aber ungemein, etwas Stress und Druck zu verlieren. Sie musste den Körper nicht mehr anspannen, um sich zusammenzuhalten, sondern hatte das erste Mal das Gefühl, loslassen zu können. Die Schmerzen wurden natürlich nicht besser dadurch, doch bekam sie bereits im Krankenwagen Schmerzmittel verabreicht, die es einfacher machten. Lange hielt Odile sich auch nicht mehr wach; einerseits durch die Schmerzmittel und andererseits, weil sie einfach unheimlich müde war. Müde, geschwächt und vor allem geschafft. Die Schmerzen, die Mewtu ihr bereitet hatte, breiteten sich auf ihren ganzen Körper aus, als hätte sie einen Ganzkörpermuskelkater, bei dem man sich sorgen musste, die Muskeln zerrissen, wenn man sich bewegte. Daher blieb sie ruhig liegen und hoffte, schnell im Krankenhaus ankommen zu können. Außerdem hoffte sie, dass sich auch um Hector angemessen gekümmert werden würde – sie hatte gar keine Chance mehr gehabt, sich bei ihm zu bedanken, denn die Sanitäter hatten sie sofort in unterschiedliche Krankenwagen geschifft. Vielleicht würde es die Möglichkeit im Krankenhaus geben, wenn sie etwas fitter waren, oder sie würde sich sonst irgendwie bei ihm revanchieren müssen. Vergessen würde Odile die Hilfe, die Hector ihr gewesen war, auf jeden Fall nicht. Ohne hin wäre es um einiges schwieriger gewesen, aus dieser Situation herauszukommen und sie beide hatten große Opfer dafür zahlen müssen. Odile hoffte nur, dass sein Bein wieder gut verheilen würde und er keine bleibenden Schäden davontragen würde – das würde sie sich niemals verzeihen können.
Doch bevor Odile irgendwem von ihren Gedanken erzählen konnte, dass sie noch dringend mit Hector sprechen wollte, driftete sie bereits in einen traumlosen Schlaf, der sie bis ins Krankenhaus begleitete. Amelia blieb die ganze Zeit an ihrer Seite und ließ sich nicht abwimmeln, immerhin hatten sie lange genug ohne einander auskommen müssen und man sah ja, was das Ergebnis davon gewesen war! So schnell würde das Lucario auf jeden Fall nicht mehr von seiner Trainerin weichen; so viel war sicher.
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Zuletzt von Odile am Sa Mai 04, 2019 7:23 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von HectorSa Mai 04, 2019 7:00 pm

Traumbrache
Post #014, mit: Odile
Nachdem sie auch einen Weg gefunden hatten, die Somniam zu befreien, machten sie sich weiter daran, Türen und Käfige zu öffnen und die Pokémon in die Freiheit zu entlassen. Doch je mehr Türen sie abklapperten, desto mehr spürte Hector, wie ihn seine Kräfte verließen und auch bei Odile schien es ganz ähnlich zu sein. Der "Kampf" gegen Mewtu, den Hector aufgrund unterschiedlichster Begebenheiten nicht als wirklichen Kampf bezeichnen konnte - oder wollte - hatte sie mehr geschlaucht, als ihnen beiden lieb war. Es überraschte ihn, dass er scheinbar doch eine Gemeinsamkeit mit der Polizistin gefunden hatte, denn sie gab genauso wenig auf wie er. Obwohl es doch sehr offensichtlich war, dass sie in irgendein Krankenhausbett gehörte. Oder überhaupt irgendein Bett. Und bei Hector war es nicht anders. Der Blutverlust war bei ihm einfach auch immer noch vorhanden, trotz abgebundenem Bein und es fiel ihm zunehmend schwerer, überhaupt die Augen offen zu halten. Seine Pokémon hätten ihn zur Ruhe gezwungen oder dazu gebracht, freiwillig eine Pause einzulegen, doch sie waren nicht mehr da und würden es auch nie wieder sein. Also machte Hector weiter, so lange, bis er dann eben wirklich umkippen würde. So weit sollte es aber zunächst nicht kommen, denn als sie gerade den Gang entlang liefen - oder schlichen und humpelten - kam endlich die Verstärkung, von der Odile die ganze Zeit über gesprochen hatte. Nun, das wurde aber auch langsam mal Zeit, wie er fand, wenngleich er sich in Gegenwart anderer Polizisten nach wie vor nicht wohl fühlte. An Odile hatte er sich über die Stunden ja gewöhnt, aber der neue Menschenauflauf bereitete ihm Unbehagen. Dementsprechend schweigsam war er auch, als Odile dem Einsatzkommando erklärte, was vorgefallen war und was noch ausstand - und natürlich auch, dass sie hier nicht die Kriminellen waren. Na wenn sie wüsste...dennoch war er froh, diesbezüglich nichts von sich geben zu müssen und lauschte lediglich den Worten, die gewechselt wurden. Der Professor würde also überleben. Irgendwie schade, wie er fand, aber er würde auch nicht hingehen und bei seinem Tod nachhelfen. Das stand ihm nicht zu, auch wenn ihm die Vorstellung, ihn leiden zu sehen, immer noch gefiel. Als die Unterhaltung der beiden Polizisten nun aber beendet war, kam Hector nicht umhin, die Leute des Einsatzkommandos ein wenig misstrauisch zu mustern. Ihm war wohl bewusst, dass er selbst kaum noch zu etwas zu gebrauchen war, aber die Befreieung all dieser Pokémon in fremde Hände geben? Er vertraute nicht wirklich darauf, dass die Polizei ihre Arbeit gut machte, aber da blieb ihm wohl nichts anderes übrig. Die Rangereinheit folgte außerdem auf dem Fuß und langsam wurde es hier unten wirklich unerträglich. Viel zu viele Menschen. Und stehen konnte er auch kaum noch. Er nickte also auf ihre Worte hin und so wurden er und Odile von zwei Polizisten nach oben begleitet. Bei Arceus, Treppensteigen war noch nie so anstrengend gewesen! Er versuchte, sein Bein möglichst wenig zu belasten, was allerdings in einem Desaster endete, da er so einfach nicht voran kam. Außerdem sorgte diese einseitige Belastung für zusätzliche Schmerzen im Rippen- und Rückenbereich. Er wollte lieber nicht wissen, wie viele Prellungen oder gar gebrochene Knochen er davon getragen hatte. Dennoch weigerte er sich vehement dagegen, Hilfe von Dritten anzunehmen. Berührungen waren gerade das, was er noch am allerwenigsten gebrauchen konnte.
Genau diese waren es dann aber, denen er sich ergeben musste, sobald sie endlich den Ausgang erreicht hatten. Er hatte keine Ahnung, wie lange sie für den Aufstieg gebraucht hatten, doch man hatte sie wirklich tief unter die Erde gebracht und es war ein wahrer Segen, nun wieder die Sonne auf seinem Gesicht zu spüren. Leider konnte er das nicht wirklich genießen, da der Weg über die Treppen ihn dermaßen angestrengt hatten, dass er den Sanitätern, die sofort zur Stelle waren, förmlich in die Arme fiel. Dabei wollte er nichts weiter, als sie von sich zu stoßen und von diesem Ort zu verschwinden. Hier würde er gewiss nicht mehr so schnell herkommen. Als auch er nun auf einer der Liegen Platz fand, war es, als würde eine große Last von ihm abfallen. Endlich musste er sich nicht mehr aufrecht halten oder sein Bein belasten. Wie sehr er sich wünschte, dass diese Menschen sich nicht um ihn scharten wie ein Käferschwärm. Er musste sich wirklich zusammenreißen, den Sanitätern nicht die Hände wegzuschlagen oder sie anzuschreien, dass sie ihn gefälligst nicht anfassen sollten. Sie mussten das tun, sagte er sich, damit es ihm bald besser gehen würde. Als sie ihn in einen der Krankenwagen schoben und sich zumindest oberflächlich um seine Verletzungen kümmerten, zuckte er mehrfach zurück oder brummte die Menschen an. Dass er sich weder von Odile verabschieden noch ihr irgendwelche netten Worte bezüglich dieses "Abenteuers" hatte hinterlassen können, war ihm in diesem Augenblick herzlich egal. Er war nur froh, als man auch ihm endlich einige Schmerzmittel verabreichte und er ins Land der Träume übergehen konnte. Dieses Mal jedoch nicht im Dreck oder durch die Hand krimineller Menschen.
tbc: Museum, Septerna City



Hector
Hector
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Beitrag von ChiaraSo Jul 07, 2019 9:35 pm

Traumbrache
Mindi & Chiara
#001


„A~ch! In der Woche läuft echt alles schief!“, seufzte Chiara, während sie ihre aktuelle Position auf ihrem Viso-Caster ausmachte und etwas hektisch mit den Fingern übers Display strich. Die Lichtung, auf der sich die junge Erwachsene befand, konnte man zumindest gut auf der Karte ausmachen. Sie befand sich nordöstlich von der Traumbrache. Da sich schon die Abenddämmerung bemerkbar machte, musste sie nun entscheiden, ob sie hier ihr Lager aufbauen wollte oder die Nacht bis nach Orion-City durchmarschieren sollte. Eigentlich bot sich die Lichtung an, da hier auch ein Grillstelle mit Pavillon war. Hinter dem Pavillon war ein kleiner künstlich angelegter Bachlauf. Die Stelle war ideal, da man eigentlich nur einen Schlafsack benötigte, da das Pavillon Schutz vor einem möglichen Wetterumschwung bot und die Lichtung schön überschau war. Wilde Pokémon sollten sich hier eher weniger blicken lassen. Die blonde Trainerin setzte sich auf eine der Holzbänke, die unter dem Pavillon standen und blickte erneut auf das Display ihres Viso-Casters. Gleichzeitig machte sich ihr Muskelkater in den Beinen bemerkbar, da sie letzten Tage durchgängig auf den Füßen war. Nachdem sie in Stratos-City angekommen war und durchs Hafenviertel schlenderte, lauschte sie einem Gespräch zwischen zwei Trainern zu, die sich über ein schillerndes Sterndu unterhielten. Laut Gerüchten und Erzählungen von Einwohnern an der Ostküste von Einalls, wäre das Pokémon regelmäßig dort zu sehen. Da sich die selbsternannte Meer-Trainerin ein solches Pokémon nicht entgehen lassen durfte, war klar, dass sie sich sofort über Septerna- und Orion-City zur Ostküste aufmachen musste. Doch Chiaras dortige Recherchen ergaben, dass das nur eine Lüge oder dummes Geschwätz war und nichts Wahres an den Gerüchten um ein schillerndes Sterndu dran war. Keiner der Küstenbewohner hatte ein solches Sterndu gesehen, noch Gerüchte davon gehört. Die ganze Aufregung war also umsonst! Und die Anstrengungen der letzten Tage machte sich aber nun in Form von Schmerzen und Müdigkeit bemerkbar. „Zu Fuß sind das locker noch ein paar Stunden… Ich glaube wir bleiben hier und schlagen hier unser Lager auf. Oder was meinst du, Rai?“ Die Frage war an ihr Lampi gerichtet, dass voller Elan in den Bachlauf sprang und kurzzeitig im Wasser verschwand. Einige Augenblicke später, tauchte es wieder auf und sie laternenartigen Fühler des Wasser-Pokémons flackerten einen kurzen Lichtimpuls auf, wie man es von einer defekten Glühbirne kennt. Das Lampi schien Chiara zuzustimmen und so war es beschlossene Sache, dass die Lichtung der heutige Rastplatz für die Nacht war. Da Lampi im Wasser sichtlich relaxte, ließ die Blondhaarige auch ihre anderen Pokémon aus ihren Pokébällen. Ihr Lusardin leistete Lampi direkt Gesellschaft, während sich Garados und Moruda mit der Umgebung vertrauter machten.
Als sich Garados zu den anderen Wasser-Pokémon gesellte und zur Ruhe kam, durchstöberte Chiara ihren Rucksack und war auf der Suche nach einem kleinen Snack. Doch leider hatte sie ihren ganzen Proviant schon aufgebracht. Sie hatte bei der ganzen Aufregung wegen dem Sterndu alle organisatorischen Sachen außer Acht gelassen. Nur noch Unmengen an Pokémon-Futter fanden sich in ihrem Rucksack wieder. „Ma~n…“, nörgelte das Mädchen und zog damit Morudas Aufmerksamkeit auf sich. Das Anker-Pokémon, welches zu groß für das Pavillon war und davor stehen blieb, schien zu verstehen, weshalb die junge Erwachsene so unzufrieden war. Es versuchte mehrmals mit seinen Seetang-Tentakeln nach Chiaras Knöcheln zu greifen und das Mädchen mehr oder weniger wiederwillig mit sich zu ziehen, da sie jedoch keine Lust hatte von einem Anker über eine Lichtung geschleift zu werden, gab sie nach und folgte dem Geist-Pokémon. Moruda hatte einige Apfelbäume am anderen Ende der Lichtung entdeckt, doch die Äpfel waren weder für Chiara noch für Moruda zu erreichen. Da kein Wasser vorhanden war, könnte das Pflanzen-Pokémon seinen Algenkörper nicht nach Belieben ausdehnen. Doch Moruda hatte hin und wieder seine ganz eigenen Macken und entschied sich dazu den Apfelbaum einfach kurzer Hand zu fällen. Es holte gerade zu einem gewaltigen Ankerschuss aus, als es von einem ungewöhnlich strikten Befehl Chiaras gestoppt wurde. „Vergiss das! Das machst du nicht! Das lösen wir auf eine andere Weise!“ Ohne zu zögern brach Moruda seinen Angriff gegenüber dem Baumstamm ab und pendelte sich wieder in seine gewohnten Standpostion ein. Es schien fast so als wäre es ein wenig eingeschnappt gewesen, wandte sich von seiner Trainerin ab und bewegte sich zurück in Richtung Pavillon. Chiara wusste genau, wie sie an die Äpfel gelangen konnte.
Wenige Augenblicke später fand sich die junge Erwachsene auf dem Rücken ihres Garados wieder. Ein Gefühl was nur wenige Trainer kennen und schätzen durften. Aufgrund der Größe von Garados, konnte sie ohne große Mühe Äpfel pflücken. Leider waren viele der Äpfel von Käfer- oder Flug-Pokémon angefressen, weshalb sie aussortiert werden mussten. Da Chiara befürchtete, dass die Äpfel wilde Pokémon anlocken würden, warf sie die angenagten Äpfel blind ins Dickicht des Waldes. Dabei hatte sie vollkommen außer Acht gelassen, dass die Lichtung durchaus auch für andere Personen eine kommende Gelegenheit für eine Pause oder Rast war.
Chiara
Chiara
Trainer

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Beitrag von GastFr Jul 12, 2019 1:49 pm

Eine junge Frau schnaufte leise und wischte sich ein paar Schweißperlen von der Stirn; Mindy und ihre beiden Pokémon waren bereits eine lange Strecke gelaufen. Sie wollte unbedingt noch heute die Traumbrache erkunden, denn sie war vorher noch nie an diesem Ort gewesen. Was sie für eine Trainerin dieser Region als peinlich empfand. Lilium und Ohrdoch waren noch putzmunter, und sahen sich mit neugierigem Blick nach der Lichtung um, auf die das Trio zu lief. Währenddessen war der junge Trainerin von dem ganzen Marsch heiß und sie fühlte sich allmählich erschöpft; Und sie war einfach nur froh dass sie gerade nicht ihr Magical Girl-Kostüm trug. Mindy trug stattdessen ihre alte Schuluniform, doch den Blazer hatte sie sich locker um die Hüfte gebunden und die oberen paar Knöpfe ihrer Bluse waren geöffnet. Es war wirklich Zeit für eine Pause. Eigentlich wollte sie sich auch gleich nach einem neuen Pokémon umsehen wenn sie schon an einem solch besonderen Plätzchen war... Aber eine Rast wäre jetzt wohl angebrachter. Etwas, dass sich Mindy nur selten sagte. Melinda malte sich schon aus wie sie gemütlich im Schatten eines Baumes lag, vielleicht sogar ein kleines Nickerchen machte... Da sah sie plötzlich etwas auf sich zu fliegen. Mindy konnte nur verdattert mit den Augen blinzeln, dann landete der Apfel direkt in ihrem Gesicht. "Au!" rief sie aus und hielt sich die Hand auf der Nase, während der Apfel vor ihren Füßen auf den Boden rollte. Sie wurde vor Hitze und Ärger knallrot im Gesicht. Lilium und Ohrdoch wechselten nur kurz besorgte Blicke miteinander aus, da war ihre Trainerin bereits davon gehechtet und sprang auf die Lichtung wie ein wildes Tier. Mindy sah sich zerknirscht auf der Lichtung um und entdeckte recht schnell die junge Frau... die aus irgendeinem Grund im Baum hing. Nach näherem Hinsehen stellte sie jedoch fest dass sie Äpfel pflückte. Mindy verzog ihre Lippen als sie die andere Frau musterte. Sie besaß anscheinend Geschmack für Mode aber Keinen für anständiges Benehmen! Gepackt von ihrem Ärger stapfte Mindy auf die fremde Person zu; Ihre Pokémon sahen so aus als würden sie ihr zurufen wollen 'Mindy! Nein!' weil sie nicht nur geradewegs auf einen Menschen zu lief, sondern auch auf ein Garados. Aber das war Mindy anscheinend egal. Als sie näher an den Baum heran getreten war, rief sie mit tomatenrotem Gesicht: "Hey! Sag mal, geht's dir eigentlich noch gut?!" Sie tippte mit ihrer Fußspitze auf dem Boden auf und ab. Sie verschränkte ihre Arme und meinte streng: "Nur so zu deiner Information, Blondie; Nur weil du denkst dass du hier alleine bist, bist du nich' gleich die Königin von dem Wald hier, okay? Du kannst hier nicht einfach mit Fallobst herum werfen wie es dir passt. Du könntest Jemanden treffen!" motzte sie ein wenig vor sich her. "Mich zum Beispiel!" schloss sie energisch ab und schenkte dem fremden Mädchen einen bohrenden Blick. Meganie und Ohrdoch beteten innerlich.
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Beitrag von ChiaraSo Jul 14, 2019 11:20 pm

Das gibt’s doch nicht…die sind alle angenagt…“, ärgerte sich Chiara, während sie zwischen den Ästen nach ihrem Abendessen Ausschau hielt und sich erste Gedanken machte, wie sie die Äpfel zubereiten sollte. Vielleicht gegrillt? Oder doch mit Schokolade überzogen? Die Schokoglasur musste sich die blonde Trainerin leider wieder aus den Gedanken schlagen, da sie ja keinerlei Proviant mehr dabeihatte. Wie ärgerlich! Während Chiara noch auf der Suche nach dem letzten Prachtapfel war, bemerkte ihr Garados, dass eine fremde Trainerin kerzengerade auf sie zukam. Doch Tyrann – so war der Name des Garados - blieb unbeeindruckt und wandte seinen Blick stattdessen auf die Pokémon, die hinter der Trainerin einen eher nervösen Eindruck machten. Als die Fremde dann tobend vor dem Garados stehen blieb und quietrot vor Wut anlief, zog sie Morudas Aufmerksamkeit auf sich, welches beinahe wieder an dem Pavillion angekommen war. Es war interessiert an den fremden Pokémon, die hinter der fremden Trainerin hinterher trabten und näherte sich der kleinen Gruppe von hinten an. Chiara bekam anfangs nur wenig mit, da sie geistig mit anderen Dingen beschäftigt war, besonders nachdem sie den Übeltäter ausfindig machen konnte, der sämtliche Äpfel angenagt hatte. Es war ein kleines Webarak, dass sich scheinbar einen Spaß daraus gemacht hatte, das Obst anzunagen. „Dir sollte man Manieren beibringen!“, dachte sich die junge Erwachsene und überlegte sich einen Moment, ob sie das Webarak verscheuchen sollte. Da Garados realisiert hatte, dass Chiara von dem Tohuwabohu nichts mitbekommen hatte, versuchte es die Aufmerksamkeit seiner Trainerin auf sich zu ziehen und brüllte einmal laut aber keinesfalls aggressiv auf. Leider mit wenig Erfolg. „Ja~, ich hab‘ es gleich…nur noch einen Moment!“ Garados sah ein, dass es keinen Sinn machte Chiara über akustische Signale mit Chiara zu kommunizieren, weshalb es sich entschied eigens zu handeln. Kurz nachdem es erneut aufbrüllte, zog es Chiara aus den Ästen, indem es sich duckte. „Nein! Warte doch!“ Etwas überrascht von der Tatsache, dass Garados eigens handelte, wurde Chiara aus ihrer kleinen Trance befreit. Sofort vernahm sie eine ihr fremden Stimme und erblickte fast im selben Moment die Person, von der sie kam. „…Königin von dem Wald hier, okay? Du kannst hier nicht einfach mit Fallobst herumwerfen, wie es dir passt. Du könntest Jemanden treffen! Mich zum Beispiel!“ Chiara war sichtlich überrascht, dass sich vor ihr jemand als Königin des Waldes aufspielen wollte. Vor allem da die junge Frau vor ihr aussah, als wäre sie im selben Alter. Aber vielleicht war sie doch jünger? Besonders auffällig war ihr rotes Gesicht. Das fremde Mädchen kochte vor Wut. Sie war so rot angelaufen, dass man kaum noch die Sommersprossen erkennen konnte. Vielleicht war Chiara auf einem fremden Grundstück und der Fremden gehörten die Äpfel? Oder hatte sich die Fremde gar körperlich übernommen? „Ich pass schon auf, wohin ich die Äpfel werfe! Also beruhig dich mal.“, entgegnete Chiara der schwarzhaarigen Trainerin, die scheinbar von ihrem Meganie und ihrem Ohrdoch nicht beruhigt werden konnte. Schließlich beförderte Chiara die Äpfel ins Dickicht. Und wer streift schon durchs Dickicht des Waldes, wenn es Wege und Trampelfade gab? „Aber findest du den Titel Königin des Waldes nicht kindisch? Das würde - wenn dann - doch vielmehr zu deinem Meganie passen?“ Das Meganie der Trainerin war wirklich majestätisch und aufgrund der prachtvollen Blumenkragens hätte der Titel „Königin des Waldes“ wirklich gepasst. Chiara konnte noch keines von der Nähe aus begutachten weshalb sie äußerst neugierig war. Die Blonde sprang von ihrem Garados und blieb vor der dunkelhaarigen Fremden stehen. Am liebsten hätte Chiara der fremden die Hand gereicht und sich ordentlich vorgestellt, da sie sich aber unsicher war, ob sie die Äpfel zurückgeben musste, behielt sie das Obst vorerst in den Armen. Gleichzeitig richtete sich Garados wieder auf und begutachtete das weitere Geschehen.
Chiara
Chiara
Trainer

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